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Kommentar zur Kossiski-Wahl„Die SPD muss jetzt an einem Strang ziehen“

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Geschafft: OB-Kandidat Andreas Kossiski (Mitte) wird von Parteichefin Christiane Jäger und Fraktionschef Christian Joisten beglückwünscht.

  1. Die Kölner SPD hat Andreas Kossiski am Samstag als Oberbürgermeisterkandidaten nominiert.
  2. Doch dabei zeigten sich die Genossen erneut tief zerstritten.
  3. Die Partei sollte sich jetzt geschlossen hinter Andreas Kossiski stellen, sagt unser Autor.

Köln – Ohne Drama ging es mal wieder nicht bei den Genossen. Statt mit der Nominierung ihres Oberbürgermeister-Kandidaten Andreas Kossiski das erhoffte Signal von Aufbruch und Geschlossenheit auszusenden, präsentierte sich die Kölner SPD erneut tief zerstritten.

Man kann Mike Homann zu Recht vorwerfen, dass er mit seinen massiven öffentlichen Vorwürfen gegen Parteichefin Christiane Jäger die Spaltung seiner Partei weiter befördert hat und Kossiski schwer in die Parade gefahren ist. Doch seine Mahnung an Parteispitze und Basis, es könne nicht immer so weiter gehen mit den Absprachen in Hinterzimmern und Grabenkämpfen zwischen verfeindeten Gruppen statt der Auseinandersetzung um Inhalte, hat durchaus seine Berechtigung.

SPD kann jetzt aus Fehlern der Vergangenheit lernen

Mehr Demokratie wagen – das muss gerade für die Sozialdemokraten auch intern gelten. Sie haben jetzt die Chance, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und es künftig besser zu machen. Dann wäre der Knall von Chorweiler im Nachhinein nur ein reinigendes Gewitter gewesen und nicht ein weiterer Akt der Selbstzerfleischung.

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Dazu gehört, dass sich die SPD jetzt geschlossen hinter Andreas Kossiski stellt und auf die Inhalte konzentriert. Mit ihren Themen Wohnen, Bildung, Solidarität und ihrer glasklaren Haltung gegen rechte Hetze kann die SPD für viele Wähler interessant sein – wenn sie denn an einem Strang zieht.

koeln@kr-redaktion.de