Seit vier Jahren ist die 19-jährige Lola Höller Teil der Serie „Einspruch, Schatz!“. Wie ist es, an einem Filmset aufzuwachsen?
Kölner SchauspielerinLola Höller über ihre Rolle in der ARD-Serie „Einspruch, Schatz!“

Lola Höller (Mitte) spielt Lili Bertram in der ARD-Serie „Einspruch, Schatz!“ mit Christtine Urspruch (li.)
Copyright: © ARD Degeto Film/W&B Television GmbH/Erik Steingroever
Die Figur Lili Bertram aus der ARD-Serie „Einspruch, Schatz!“ hat es nicht leicht: Sie muss sich daran gewöhnen, dass ihr Vater eine neue Frau an seiner Seite hat, und steckt mitten in der Pubertät. So jedenfalls scheint der erste Eindruck. Dabei werde diese oft missverstanden, sagt Schauspielerin Lola Höller. Seit vier Jahren ist die Kölnerin fester Bestandteil der Filmreihe. Wir haben mit ihr über ihre Rolle und über das Aufwachsen an einem Filmset gesprochen.
„Einspruch, Schatz!“ erzählt in 90-minütigen Episoden von den alltäglichen Turbulenzen der Anwältin Eva Schatz, gespielt von Christine Urspruch. An ihrer Seite steht ihr Freund Hanno Bertram (Wolfram Grandezka) und mit ihm sein Patchwork-Familienleben. Lili Betram ist Hannos Tochter und gerät immer wieder mit ihrem Vater aneinander.
Mehr als nur pubertätsbedingte Probleme
Lola Höller ist nur wenige Jahre älter als ihre Serienfigur und kann deren Verhalten gut nachvollziehen. „Ich glaube, jeder Teenie, der sich das anguckt, checkt das. Wenn man morgens aus dem Bett kommt und dann sitzt da die ganze Familie in der Küche“, sagt Höller. „Und man hat eigentlich keinen Bock, mit irgendjemandem zu reden.“
In der Serie fällt es Lili außerdem schwer, Eva Schatz als neue Freundin an der Seite ihres Vaters zu akzeptieren. Dahinter steckten laut Höller nicht nur die typischen Auf und Abs der Pubertätshormone: „Gerade in dieser Beziehung muss man den Hintergrund verstehen: Lili hat ihre Mutter an Krebs verloren und keine richtige weibliche Bezugsperson in der Familie. Für sie ist das viel härter, jemanden in der Rolle zu akzeptieren.“
Mit der Serienrolle ist Lola Höller erwachsen geworden. „Als ich angefangen habe, war ich kurz vor meinem 16. Geburtstag“, sagt sie. In den Abiturjahren sei es zwar stressig gewesen, alles mit der Schule zu vereinbaren. „Aber dadurch, dass ich immer wusste: Ich mache das gerne, war da kein Druck – nicht von mir und nicht durch meine Familie.“ Und Meilensteine wie Abitur, Führerschein und Studienbeginn mit den Menschen am Filmset zu teilen, sei toll gewesen. „Ich sehe das gerade bei Eddie (Edgar Emil Garde) und Max (Maximilian Brunn), die Lilis kleine Brüder spielen. Die entwickeln sich so schnell weiter. Erwachsene sehen ja eigentlich jedes Jahr gleich aus“, erzählt die 19-Jährige.
„Einspruch, Schatz!“: Vier neue Episoden ab 18. September
Am 18. September startet die nächste Staffel. Vier neue Episoden sind dann immer freitags um 20.15 Uhr im Ersten und jetzt schon in der Mediathek zu sehen. „Von den neuen Filmen finde ich vor allem ‚Kavaliersdelikt‘ (Freitag, 2. Oktober) toll. Darin hat Lili mit ihren Freundinnen Bella und Alice eine Dreierclique. Das war beim Dreh super, weil mehr Gleichaltrige am Set waren“, so Höller. In der Folge werde außerdem klar, dass sich ihre Brüder und Freundinnen immer auf sie verlassen könnten. Darin sehe sich auch Lola Höller. „Mir ist das persönlich auch ganz wichtig, dass meine Freunde wissen: Wir ziehen an einem Strang.“ Außerdem macht Lili einfach ihr Ding, so Höller. Solange sie ihren Freundeskreis hat, sei es egal, was die anderen denken. „Da sind wir uns auch ähnlich“, so Höller.
