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Paketboten überfallenMänner erbeuten Apple-Produkte - „Hau ab, oder ich stech’ Dich ab!“

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Unter dem Diebesgut war ein iPhone 14 pro.

Unter dem Diebesgut war ein iPhone 14 pro.

Als der Paketbote den Ausweis sehen wollte, zückte der junge Mann sein Taschenmesser.

Der Verteidiger eines 23-Jährigen brachte die Sache ziemlich treffend auf den Punkt: „Das war ein dreckiger, kleiner Straßenraub.“ Am 1. April sollen laut Anklage der 23-Jährige und ein 26 Jahre alter Mitangeklagter einen Paketboten unter Vorhalt eines Messer ausgeraubt haben. Dabei sollen sie drei Pakete mit Produkten von Apple erbeutet haben, die sie zuvor unter falschem Namen am 29. März selbst bestellt hatten. Seit Donnerstag stehen die beiden jungen Männer wegen schweren Raubes vor dem Landgericht.

Als der Paketbote am 1. April die Pakete ausliefern wollte, verlangte er die Vorlage eines Personalausweises auf den Namen des angeblichen Bestellers. Daraufhin soll der 23-Jährige ein Messer gezogen und dem Paketboten die Pakete aus der Hand geschlagen und gesagt haben: „Hau ab, hau ab, oder ich stech’ Dich ab!“ Der Bote floh in sein Fahrzeug und die Täter entkamen mit der Beute: ein iPhone 14 pro, ein iPad der neunten Generation sowie Air Pods der zweiten Generation. Gesamtwert: knapp 1500 Euro.

Taschenmesser mit Sechs-Zentimeter-Klinge

Beide Angeklagte räumten die Tat ein. „Der junge Mann brauchten Geld und dachte, hier einen schnellen Schnapper zu machen“, sagte Verteidiger Martin Mörsdorf. Die Aktion sei aber nicht als Raub geplant gewesen. Erst als der Bote eine Vollmacht der Übergabe der Pakete wollte, habe der Mandant sein Taschenmesser mit rund sechs Zentimeter langer Klinge gezogen. Der Angeklagte ergänzte, dass alles so gewesen sei, wie in der Anklage niedergelegt. „Aber ich habe dem die Pakete nicht aus der Hand geschlagen. Der hat die vor Schreck fallen gelassen“, behauptete der 23-Jährige. Als Motiv nannte er, dass er Geld für Drogen gebraucht habe.

Auch der 26-Jährige räumte ein, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Zudem ist er noch in einem zweiten Fall angeklagt: Am 16. Mai soll er an einem Geldautomaten einen Mann mit einem Messer bedroht und ihn um gerade gezogene 50 Euro sowie die EC-Karte erleichtert haben. Auch diese Tat räumte der Mann beim Prozessauftakt ein.

Der Prozess wird fortgesetzt.