Der Betriebskostenzuschuss der Stadt Köln beläuft sich allerdings auch für 2025 noch auf rund 70,2 Millionen Euro.
Bilanz verbessertMehr Personal und mehr Umsatz bei den Kölner Kliniken

Die beiden Geschäftsführer der Klinken der Stadt Köln: Axel Goßmann (links) und Daniel Dellmann
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Die Kliniken der Stadt Köln konnten ihre Umsatzerlöse 2025 um fünf Prozent (20,8 Millionen Euro) steigern, das geht aus einer Mitteilung der Tochtergesellschaft der Stadt Köln hervor. Man habe im Geschäftsjahr 2025 „ein positives und gegenüber dem Vorjahr 2024 nochmals deutlich verbessertes Jahresergebnis von 0,2 Millionen Euro (2024: minus 25,1 Millionen Euro) erzielt“, heißt es darin.
Nicht erwähnt wird, dass die Stadt Köln den Kliniken auch für 2025 einen beachtlichen Betriebskostenzuschuss von knapp 70,2 Millionen Euro zahlt. Im Jahr zuvor betrug dieser 73,3 Millionen Euro. Seit rund 15 Jahren schreiben die Kliniken beständig rote Zahlen, zuletzt sind sie jedoch leicht rückläufig. Die ohne die städtischen Zuschüsse zu den Betriebskosten berechneten Verluste haben sich von 28,6 Millionen Euro im Jahr 2023 über 25,1 Millionen Euro 2024 hin zum ausgeglichenen Ergebnis von plus 200.000 Euro im Jahr 2025 entwickelt.
Aufsichtsratschef Ralf Unna spricht von einem „Turnaround“
Ralf Unna (Grüne), der Aufsichtsratsvorsitzende der Kölner Kliniken, spricht angesichts der aktuellen Zahlen für 2025 von einem „deutlichen Turnaround“. Den Erfolg schreibt er den beiden Geschäftsführern Axel Goßmann (auch klinischer Direktor in Merheim) und Daniel Dellmann zu, die seit zwei Jahren zusammen die Geschicke der Kliniken lenken. Zu den dennoch weiterhin nötigen Betriebskostenzuschüssen in Millionenhöhe sagt er: „Wir wissen, dass wir da noch weiter runter müssen. Und wir werden da noch weiter runter kommen.“
Ziel sei es, nach der Inbetriebnahme des neuen Gesundheitscampus' in Merheim Anfang der 2030er Jahre nur noch maximal zehn Millionen Euro an Zuschüssen zu benötigen. Dellmann spricht von „kleinen Schritten“, mit denen man bei der Haushaltskonsolidierung vorankomme: „Das sieht im Moment noch nach wenig aus, aber je mehr die eingeleiteten Maßnahmen greifen, desto schneller wird es voran gehen.“
Als wesentlichen Treiber der positiven Geschäftsentwicklung nennen die Kliniken „die erneute Steigerung der stationären Fallzahlen um 2,3 Prozent“. Gleichzeitig habe man die Zahl der Vollkräfte gegenüber dem Vorjahr um 108 erhöhen können (plus 3 Prozent). „Der Personalzuwachs erfolgte überwiegend im Pflegedienst und trug wesentlich dazu bei, die anhaltend hohe Nachfrage nach stationären Krankenhausleistungen bedienen zu können“, heißt es in der Mitteilung.
Aktuell betreiben die Kliniken der Stadt Köln die Krankenhäuser in Merheim und Holweide sowie die Kinderklinik Amsterdamer Straße. Die 2023 vom Rat der Stadt Köln beschlossene Zusammenlegung der drei Standorte am neuen Gesundheitscampus Merheim wird aktuell jedoch mit Hochdruck vorangetrieben. In Merheim wird das große Bettenhaus saniert, Ende 2026 sollen das achte und neunte Obergeschoss bezugsfertig sein. Die weiteren Stockwerke folgen demnach im zweiten und dritten Quartal 2027. Mit der Baugenehmigung für das neue Hauptgebäude, in dem unter anderem die Kinder- und die Frauenklinik untergebracht werden sollen, rechne man Ende 2027.
Finanziert wird die Zusammenlegung und Modernisierung der Kölner Kliniken mit städtischen Mitteln von 590 Millionen Euro und einem Zuschuss der Landesregierung von 250 Millionen Euro. Anfang der 2030er Jahre soll das Vorhaben abgeschlossen sein.