Köln – Weil einer vierköpfigen Familie in einem Haus an der Montanusstraße in Mülheim die Zwangsräumung drohte, versammelten sich am Montag vormittags einige Menschen aus Solidarität vor der Tür. Doch dann die gute Nachricht: Die Wohnung wurde nicht geräumt. „Noch während die Mutter beim Amtsgericht Eingaben machte, kam ein Anruf von der Stadt, dass nicht geräumt werde“, erklärt Rainer Kippe von der Sozialistischen Selbsthilfe Mülheim, der den Eltern eines dreijährigen Mädchens und eines neun Monate alten Sohns hilft. Seiner Meinung nach ist es nicht zumutbar, eine Familie mit Kindern in städtischen Unterkünften unterzubringen, wie es nach einer Zwangsräumung geschehen würde. Deshalb habe er sich an das Sozialamt gewandt. Die Stadt teilt nur mit, sie könne sich zum Einzelfall aus Gründen des Datenschutzes nicht äußern.
Die Polizei nahm die Personalien der Demonstranten auf, weil die Demo nicht angemeldet gewesen wäre. (sab)
