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Entfernung illegaler GraffitiOB Burmester begleitet Kölner Anti-Spray-Aktion

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Oberbürgermeister Torsten Burmester entfernt Graffiti am Aachener Weiher.

Oberbürgermeister Torsten Burmester entfernt Graffiti am Aachener Weiher.

Der Oberbürgermeister engagiert sich momentan für Sicherheit und Sauberkeit. Im Hiroshima-Nagasaki-Park entfernte er Graffiti.

Ausgestattet mit einem weißen Overall, Helm, Schutzbrille, Ohrschützern und einem Sandstrahlschlauch hat sich Oberbürgermeister Torsten Burmester am Mittwochmittag an die Arbeit gemacht. Auf dem erhöht gelegenen Spielplatz im Hiroshima-Nagasaki-Park südlich des Aachener Weihers entfernte er Graffiti auf der angrenzenden Stützmauer aus rechteckigen Steinen. Im Nu verschwanden gesprühte Tags wie die Zahlenkombination „106“ und die Großbuchstaben „YONT“, ebenso die Botschaft „Free Gaza“. Burmesters Einsatz war Teil seiner Aktionswoche zu Sicherheit und Sauberkeit in den Veedeln. Zum einen wolle er dafür sensibilisieren, „ordentlich mit der Stadt umzugehen“, sagte er. Zum anderen war seine Absicht, die Arbeit der Kölner Anti-Spray-Aktion (KASA) zu würdigen.

Der KASA, 1998 als Ordnungspartnerschaft gegründet, gehören rund 40 Behörden, Institutionen, Vereine und Unternehmen an, darunter die Kölner Polizei, die Staatsanwaltschaft Köln, der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein und die KVB. Ihr Ziel ist die Entfernung von illegalen Graffiti, die Strafverfolgung von Tätern und Täterinnen sowie die Prävention und Aufklärung. Die Geschäftsstelle der KASA ist beim Amt für öffentliche Ordnung angesiedelt.

Oberbürgermeister Torsten Burmester mit Kristian von der Warth von der Kölner Anti-Spray-Aktion.

Oberbürgermeister Torsten Burmester mit Kristian von der Warth von der Kölner Anti-Spray-Aktion.

Sieben Mitarbeiter der städtischen Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) sind für die besondere Aufgabe abgestellt. Sie entfernen zum Beispiel Graffiti auf Stadtbahnen, Beschmutzungen und Botschaften aller Art an öffentlichen Gebäuden oder Brücken sowie Schimpfwörter auf Denkmälern oder an Schulen. Täglich würden mehrere Meldungen eingehen, ob über das Portal „Sag uns“, per E-Mail oder auf anderen Wegen, sagte Luisa Lopez. Bei jeder Meldung stelle sie einen Strafantrag, sagte sie. Allerdings werde in den meisten Fällen der Täter oder die Täterin nicht ausfindig gemacht. Pro Jahr würden rund 22.000 Quadratmeter öffentlicher Flächen gereinigt; dafür stünden 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Graffiti werden überstrichen oder entfernt

Oberste Priorität habe es, politische Botschaften, menschenfeindliche, etwa rassistische Kommentare oder verbotene Symbole wie Hakenkreuze zu entfernen, sagte Disponent Rocco Lombardo. Je nach Untergrund und abhängig davon, ob das Objekt unter Denkmalschutz steht, reinigen die AWB-Mitarbeiter mit Sandstrahl, dessen Druck sich variieren lässt, oder chemisch, oder aber sie überstreichen die Fläche mit einer passenden Farbe. Vor dem Termin mit dem OB hatten sie schon mehrere Mauerelemente am Ufer des Aachener Weihers und die kleine Holzbrücke vor dem Ostasiatischen Museum von Farbschmierereien befreit. Die Mauer auf dem Hügel einige Meter oberhalb des Spielplatzes war am Mittag noch übersät von Graffiti. „Morgen sind wir wieder hier und werden wohl einen Tag brauchen, sie sauber zu bekommen“, sagte Lombardo.

„Wenn man im Kleinen nicht anfängt, kommt immer mehr dazu“, sagte Burmester zum Nachahmungsreiz, wenn auf Flächen Graffiti auftauchen, und erwähnte die „Broken-Windows-Theorie“. Sie besagt, dass „sichtbare Verwahrlosung wie Müll, Graffiti oder zerstörte Scheiben weitere Verwahrlosung und auch Kriminalität nach sich ziehen.“

Die Aktionswoche des Oberbürgermeisters findet ihre Fortsetzung am Donnerstag mit dem Besuch einer Kindertagesstätte, wo pädagogisches Personal über Müllvermeidung informiert. Am Freitag ist er mit sogenannten Grillscouts der AWB unterwegs, die bei Parkbesuchern und -besucherinnen für mehr Sauberkeit werben.