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OB-Kandidat Markus Greitemann„Wir müssen die Stadt aufräumen“

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OB-Kanadidat Markus Greitemann (CDU) im Gespärch mit Landesminister Herbert Reul und Fraktionschef Bernd Petelkau.

OB-Kanadidat Markus Greitemann (CDU) im Gespärch mit Landesminister Herbert Reul und Fraktionschef Bernd Petelkau. 

In weniger als drei Wochen wird in Köln ein neuer Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin gewählt. Markus Greitemann kandidiert für die CDU. Wir haben ihn im Wahlkampf begleitet.

Er wird vorgestellt als derjenige, der sich in Köln am meisten für den Schulbau eingesetzt hat. Markus Greitemann, eigentlich Baudezernent der Stadt Köln, aber aktuell CDU-Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Köln, bekommt bei der Eröffnungsfeier der Sieben-Brücken-Schule in Lövenich das Mikrofon überreicht. Er legt seine vorbereiteten Karten weg, spricht lieber frei und aus dem Bauch heraus. „Gerade wenn ich euch Kinder und Jugendliche sehe, geht mir das Herz auf. Ich habe Mitte 2018 als Baudezernent hier in Köln anfangen dürfen und habe marode Schule und zu wenige Schulplätze vorgefunden. Da war der Impuls, für euch etwas zu tun, denn ihr seid unsere Zukunft“, erinnert er sich und erklärt: „Wir haben die Investitionen in den Schulbau versechsfacht und hier im Kölner Westen haben wir heute für jedes Kind einen Schulplatz genau dort, wo es hingehen möchte.“

Er erntet Applaus von Schülern und Eltern, anschließend gibt er das Mikrofon weiter an NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Kurz zuvor hatten sie gemeinsam das rote Band für die Eröffnung des fertiggestellten Schulgebäudes durchgeschnitten. Der Minister hält einen Impulsvortrag und beantwortet anschließend Fragen. Gleich im Anschluss kommen Schülerinnen und Schüler auf Reul und Greitemann zu, um sie anzusprechen, weitere Fragen zu stellen und auch Selfies zu machen.

Greitemann im Dialog mit Anna aus der 9a

Ein Gespräch entsteht zwischen dem OB-Kandidaten und Anna aus der 9a, die sie sich in Köln vor allem auf dem Weg in die U-Bahn nicht sicher fühle und Angst habe, an den Obdachlosen und Drogenabhängigen vorbeizugehen. „Wenn ich Oberbürgermeister bin, ist genau das das erste Thema, um das ich mich kümmern werde“, verspricht Greitemann. Anna findet es wichtig, dass sie sich in ihrer Stadt wohlfühlten kann. Greitemann: „Wenn ihr euch in die Menschen hineinversetzt, die haben auch keine Lust da zu liegen. Wir müssen uns darum kümmern, dass sie aus diesem öffentlichen Raum rauskommen, dafür müssen wir aber auch Räume anbieten.“ „Das finde ich gut“, wirft Anna ein. Ihre Mitschülerinnen, die neben ihr stehen, blicken sich an und nicken.

„Wir müssen die Stadt aufräumen. Das heißt aber auch, dass wir selbst etwas machen müssen. Also, wenn ihr jemanden seht, der eine Dose fallen lässt oder anderen Müll, dann sagt ihm: Pass mal auf, dahinten ist ein Mülleimer“, appelliert der CDU-Mann. Die Schülergruppe ist sich einig: Köln ist im Moment sehr dreckig. Sie sehen oft Mülleimer, die überfüllt sind. „Das ist Sache der AWB. Köln ist bereits die Stadt mit den meisten Mülleimern in Deutschland“, erklärt der OB-Kandidat. „Krass“ finden die Mädchen, als er von den smarten Mülleimern der AWB berichtet, die digital melden, wenn sie voll sind.

Greitemann sucht aber auch das Gespräch zum Innenminister: „Wie kriegen wir es hin, dass wir die Ringe oder die Altstadt von den Clans befreien? Da brauchen wir die Landesbehörden und Steuerbehörden.“ „...und Kontrolle“, beendet Reul den Satz und erklärt: „Sie müssen Unruhe stiften. Es kommt darauf an, wie oft sie kontrollieren.“ Mehr Ämter wie das Finanzamt und das Gesundheitsamt sollen an den Kontrollen beteiligt werden. Zum Schluss sagt Reul, Greitemann benötige jedoch keine Tipps, er sei schon groß.