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Tochter brutal aus Heim geholt„Was soll man machen, außer dich umbringen?“

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Amtsgericht Köln Polizei

Das Amtsgericht in Köln

Köln – Ein Vater wollte nicht akzeptiere, dass seine Tochter lieber in einem Heim leben wollte als bei ihm. Also fuhr der 42-Jährige am 16. September 2018 zu dem Heim und zerrte seine Tochter in sein Auto.

Das brachte ihn nun vor Gericht, denn laut Anklage soll der Mann nicht nur gegen den Willen der Tochter gehandelt haben, sondern ihr auch gegen den Kopf geschlagen haben. Auf der Fahrt zu seiner Wohnung soll der Mann zu seiner Tochter gesagt haben: „Was soll man machen, außer dich umbringen?“

Freiwilligkeit behauptet

Vor dem Amtsgericht musste sich der Mann wegen Freiheitsberaubung, gefährlicher Körperverletzung sowie Bedrohung verantworten. Doch das stritt er ab. Seine Tochter sei freiwillig mit ihm gegangen, behauptete er.

Dabei hatte er gegenüber der Polizei zuvor schon eingeräumt, das Mädchen am Arm gepackt und ins Auto gezerrt zu haben. Das sah auch ein Erzieher (47), der in dem Heim arbeitet: „Er hat seine Tochter angeschrien, sie am Arm gepackt und zum Auto gezogen“, sagte der Zeuge. Einen Schlag gegen den Kopf des Mädchens nahm der Mann jedoch nicht wahr.

Im Badezimmer eingeschlossen

Zu Hause angekommen, schloss sich das Mädchen im Badezimmer ein und rief mit dem Handy die Polizei. Beamte holten es ab und brachten es zurück ins Heim. Vor Gericht gab der Angeklagte an, er habe schweren Herzens akzeptiert, dass seine Tochter im Heim leben wolle.

Weil er nicht vorbestraft war und sowohl Gericht als auch Staatsanwalt dem Mädchen eine Aussage ersparen wollten, wurde das Verfahren gegen Zahlung von 150 Euro eingestellt.