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Kölner Historiker und PublizistEhrenamtspreis für Fritz Bilz

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Den Ehrenamtsgedanken hat Fritz Bilz quasi in die Wiege gelegt bekommen. (Foto: Röltgen)

Köln – Dr. Fritz Bilz wurde der Gedanke des Ehrenamts bereits früh mitgegeben. „Ich komme aus einem Arbeiterhaushalt. Meine Eltern waren selbst immer ehrenamtlich tätig. Man kann sie also als Vorbild in dieser Hinsicht sehen“, erinnert sich der 70-Jährige an seine Motivation, ehrenamtlich tätig zu werden. Daneben spielten auch sein grundsätzliches Interesse für Politik und sein Wille, Missstände zu bekämpfen, eine gewichtige Rolle. Bilz: „Nur kritisieren und nichts tun – das ist nicht meine Sache.“

Heute ist der Kölner Historiker und Publizist in diversen Organisationen freiwillig und unbezahlt tätig oder hat solche gleich selbst ins Leben gerufen. Für dieses Engagement wird Bilz nun von der Stadt als eine von fünf Einzelpersonen mit dem Ehrenamtspreis „KölnEngagiert“ ausgezeichnet.

Gegen Diskriminierung

Die Tätigkeit, für die Bilz in der Öffentlichkeit wahrscheinlich am meisten wahrgenommen wird, ist die nach ihm benannte Stiftung, die er 1998 gemeinsam mit seiner Ehefrau Brigitte mit dem Ziel gründete, sowohl Bildung und Erziehung als auch die Völkerverständigung zu fördern. Mit dem jährlich vergebenen Bilz-Preis zeichnet das Ehepaar beispielsweise Personen oder Gruppen aus, die sich gegen die Diskriminierung von Minderheiten einsetzen.

Darüber hinaus ist Bilz aber auch in anderen Bereichen ehrenamtlich unterwegs: So ist der Historiker Mitbegründer der Geschichtswerkstätten Brück und Kalk, war Mitglied im Förderverein des NS-Dokumentationszentrums (EL-DE-Haus), wo er seit Jahren auch die wissenschaftliche Arbeit unterstützt. Außerdem ist Bilz in der Initiative für Flüchtlinge „Willkommen in Brück“ tätig.

„Mir ist es wichtig, Menschen dazu zu befähigen, sich mit ihrer eigenen Geschichte zu befassen“, sagt Bilz über seine Ziele. Denn Menschen, so seine Überzeugung, die ihre eigene Geschichte kennen, würden auch die Gegenwart ganz anderes reflektieren.

Über seine Ernennung für „KölnEngagiert“ habe er sich natürlich gefreut, wichtig für seine Arbeit sei der Preis jedoch nicht: „Ich bin nicht auf Ehrungen aus. Ich mache das, weil mir das Freude bereitet und weil ich denke, dass es viele Probleme gibt, wo man anpacken sollte.“ Als einen „positiven Verstärker“, wie er den Preis seiner Stiftung versteht, brauche er die Auszeichnung zumindest nicht. Sein Versprechen: „Ich mache weiter!“