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21. Kölner LichterDiese Auswirkungen haben Niedrigwasser und CSD-Attentat

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Menschen besuchen im Kölner Rheinpark das größte musiksynchrone Feuerwerk Europas.

Das größte musiksynchrone Feuerwerk Europas, die Kölner Lichter, wird am 1. August 2026 wieder Zehntausende zum Rheinufer locken.

Der Rhein wird passend zum Event einen neuen Rekordtiefstand erreichen. Zudem gilt dem Sicherheitskonzept große Aufmerksamkeit.

Der erste Blick geht für Werner Nolden täglich auf die ELWIS-Seite. Der elektronische Wasserstraßen-Informationsservice gibt den Pegelstand des Rheins an. Am Montagmittag (27. Juli 2026) lag dieser bei 81 Zentimetern.

Laut Prognose sinkt der Wasserstand bis zum Wochenende auf 65 Zentimeter. Es wäre ein neues Rekordtief. Bisher wurde am 23. Oktober 2018 mit 69 Zentimetern der bisher niedrigste bekannte Wasserstand in Köln gemessen. Welche Auswirkungen hat dies auf das Mega-Event Kölner Lichter, das am Samstag (1. August) steigt?

Pegelstand in Köln sinkt am Wochenende auf 65 Zentimeter

„Wir werden alles durchziehen. Ich blicke dem Wochenende voller Vorfreude entgegen“, sagt der Veranstalter des Feuerwerk-Spektakels auf dem Rhein. Die Lust auf die 21. Ausgabe der Kölner Lichter hat dafür gesorgt, dass in den vergangenen Wochen die restlichen Tribünen- und nahezu alle Schifffahrtskarten verkauft wurden.

Aber können sich die 26 festlich beleuchteten Schiffe auch wie geplant in Begleitung des Feuerschiffs über den Rhein bewegen? Eigentlich sollen diese bis 19.30 Uhr von der Kölner Innenstadt in Richtung Porz fahren und von dort ab circa 21.20 Uhr Richtung Zentrum kommen, wo sie dann von Handylichtern begrüßt werden sollen.

„Stand jetzt können auch am Samstag alle Schiffe fahren“

Aufgrund des Niedrigwassers kommt es bereits jetzt zu Ausfällen und Einschränkungen bei der Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt. Einzelne Stationen können nicht mehr angefahren werden, einige Linienfahrten fallen aus. „Die Panorama- und Partyfahrten finden aber weiter statt. Stand jetzt können auch am Samstag alle Schiffe fahren. Wir beobachten die Lage permanent, sind aber zuversichtlich“, heißt es von der KD.

Auch die MS RheinGalaxie, die als Jubiläumsschiff der KD und des „Kölner Stadt-Anzeiger“ eingeplant ist, wird rechtzeitig von Düsseldorf nach Köln kommen. Hinter einigen Schiffen anderer Reedereien, die aktuell noch in den Niederlanden sind, stehen aber noch Fragezeichen.

Ankunft der Schiffe vor dem Feuerwerk der Kölner Lichter.

Vom Rheinufer betrachten die Besucher immer die Ankunft der Schiffe. Zur Begrüßung werden dabei die Handylampen hochgehalten.

„Die tatsächliche Wassertiefe in der Fahrrinne wird am Samstag bei rund 1,40 Meter liegen“, sagt Nolden. Die RheinGalaxie hat etwa einen Tiefgang von 1,20 Meter, die RheinMagie benötigt hingegen 1,56 Meter. „Insgesamt steht uns eine Fahrrinne von 150 Metern Breite zur Verfügung. Da können bis zu vier Schiffe nebeneinander fahren. Deshalb werden wir den Konvoi trotz des niedrigen Pegelstands durchführen. Nur die Flussgeschwindigkeit wird langsamer, deshalb müssen wir wohl etwas früher starten.“

„Ich gehe davon aus, dass ein paar Schiffe nicht am Konvoi teilnehmen“

Am Mittwoch findet dennoch eine Online-Konferenz mit Wasserschutzpolizei und den beteiligten Schiffsunternehmen statt. „Letztlich muss es auch jeder Kapitän selbst entscheiden, ob er fährt oder an der Landebrücke bleibt“, sagt der Chef der Kölner Lichter. „Ich gehe davon aus, dass ein paar Schiffe nicht am Konvoi teilnehmen.“

Henning Krautmacher mit Werner Nolden bei den Kölner Lichtern.

Henning Krautmacher (l.) mit Veranstalter Werner Nolden. Der ehemalige Höhner-Frontmann wird die Kölner Lichter wieder als Moderator begleiten.

Die beiden 120 Meter langen Feuerwerkschiffe können aber wie geplant in Höhe des Tanzbrunnens in der Rheinmitte in Position gebracht werden. Diese tragen am Abend gerade einmal 1,5 Tonnen Pyrotechnik, sind aber für 200 Tonnen ausgelegt. Drei Tage lang werden die Schiffe beladen, ehe Georg Alef um 23 Uhr seine diesjährige Show unter dem Motto „Die magische Schule des Feuerwerks“ starten wird.

Am Samstag werden wieder mehr als 150.000 Menschen am Rheinufer erwartet, die das Feuerwerk verfolgen wollen. Nach dem CSD-Anschlag in Berlin gibt es bei den Verantwortlichen keine neuen Sorgen. „Unsere Maßnahmen sind lückenlos“, sagt Nolden. „Das Sicherheitskonzept hat sich seit Jahren bewährt. Sämtliche Zufahrtstraßen zur Veranstaltung sind abgesperrt.“

Ähnlich fällt auch die Einschätzung der Kölner Polizei aus. „Wir bewerten fortlaufend die Sicherheitslage. Natürlich analysieren wir auch die Erkenntnisse aus dem Ereignis in Berlin und prüfen, ob wir unsere Einsatzkonzepte anpassen müssen. Dazu stehen wir in engem Austausch mit weiteren Sicherheitsbehörden und dem Veranstalter“, teilt sie auf Nachfrage mit. „Der Polizei liegen derzeit aber keine konkreten Hinweise auf mögliche geplante Störungen bei den Kölner Lichtern vor.“

Erneut wird es zahlreiche Straßen- und Brückensperrungen geben. Rechtsrheinisch wird der Auenweg schon ab 15.30 Uhr gesperrt. Beide Fußwege der Hohenzollernbrücke sind ab spätestens 20 Uhr dicht. Linksrheinisch wird die Rheinuferstraße zwischen Zoobrücke und Deutzer Brücke ab 17.30 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Sperrung der Deutzer Brücke bei den Kölner Lichtern.

Die Deutzer Brücke wird ab 17.30 Uhr in Fahrtrichtung Innenstadt für alle Fahrzeuge gesperrt.

Die Zufahrt zur Altstadt und zum Kunibertsviertel wird nur noch mit Nachweis möglich sein. Das generell geltende Lkw-Fahrverbot in großen Teilen der Innenstadt wird um die Bereiche Justinianstraße, Deutz-Mülheimer-Straße und Pfälzischer Ring erweitert.

Eine Neuerung wird es in diesem Jahr durch die erstmals dem Feuerwerk vorgeschaltete Drohnenshow geben. Rund 500 Drohnen werden ein sechsminütiges Programm über dem Rhein in 250 Metern Höhe liefern. Dazu wird der Luftraum mit spezialisierter Drohnendetektions- und Frequenzmonitoring-Technik überwacht.

Kölner Lichter: Drohnenshow erfordert Sicherheitsmaßnahmen

Die eingesetzten Systeme ermöglichen es, unautorisierte Drohnen frühzeitig zu erkennen und deren Position sowie den Standort des verantwortlichen Piloten zu bestimmen. Ferner können verdächtige Funkaktivitäten und mögliche Frequenzstörungen identifiziert und lokalisiert werden. „Wir wollen einen sicheren und störungsfreien Ablauf der Drohnenshow gewährleisten“, sagt der Veranstalter.

Nolden weist nochmals darauf hin, dass alle Besucher bis spätestens 19 Uhr ihre Plätze am Rhein einnehmen sollen. Auch sei nach dem Ende des Programms gegen 23.30 Uhr Geduld bei der Abreise gefragt. „Die Wettervorhersage ist mit knapp 30 Grad perfekt. Das wird ein wunderbarer Abend“, ist sich der Veranstalter sicher.