Hohe Wellen schlug das Verbot privater Bänke auf dem Melaten-Friedhof. OB Henriette Reker will an dem Verbot festhalten.
Private Friedhofs-BänkeKölner OB Reker hält an Verbot fest – Sitzmöbel nicht das Wichtigste auf Melaten

Mit einem Hinweisschild sind alle privaten Bänke auf Melaten versehen worden.
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Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hält an einem Verbot privater Bänke auf dem Melaten-Friedhof fest. Die Stadt hatte alle privat aufgestellten Bänke mit dem entsprechenden Hinweis versehen, dass diese zu entfernen seien. Daraufhin hatte der Förderverein protestiert, zwei Online-Petitionen fanden mehr als 20 000 Unterzeichner (die Rundschau berichtete).
Reker teilte auf Anfrage der Rundschau mit: „Der öffentliche Raum gehört allen Kölner*innen, deshalb müssen für die Inanspruchnahme gewisse Regeln gelten, das umfasst auch die Friedhöfe. Sie sollten ein Erscheinungsbild aufweisen, das der Würde des Ortes gerecht wird.“ Im Vordergrund stünden die Grabstätten und persönliches Gedenken, nicht aber umliegende Sitzmöbel.
Reker verweist auf Verkehrssicherheit
Die Stadt habe auch auf Beschwerden der vielen Besuchenden reagiert und verfolge das Ziel, das Erscheinungsbild von Melaten als ältestem Kölner Friedhof und Stück der Stadtgeschichte aufzuwerten. Reker teilte mit, sie habe großes Verständnis dafür, dass Angehörige in der Nähe der Gräber ihrer Lieben verweilen möchten.
Deshalb stellt die Stadt Köln auf dem Melaten-Friedhof und später auch auf anderen Friedhöfen zusätzliche Bänke auf und bietet die Möglichkeit, neben der Spende einer Bank individuelle Wünsche an die Friedhofsverwaltung zur Aufstellung einer weiteren städtischen Bank heranzutragen. „Nur so lässt sich auch gewährleisten, dass die Bänke verkehrssicher sind, damit sich niemand verletzt.“ Dies könne passieren, weil eine Bank so morsch ist, dass sie zusammenbricht, oder weil sie Splitter aufweist.
Aus für Bänke bis zum 08. September: Entscheidung betrifft erst einmal nur Melaten
Die laut Stadt mehr als 100 privaten Bänke auf dem Melaten-Friedhof sollen bis zum 8. September entfernt sein. Von dieser Anweisung betroffen ist auch die rosa Bank am Grab von Dirk Bach, die von seiner Freundin, der Komikerin Hella von Sinnen, aufgestellt worden war.
Ob auch auf weiteren Kölner Friedhöfen private Bänke entfernt werden sollen, sollte nach einer Mitteilung der Stadt geprüft werden. Eine Entscheidung darüber scheint noch nicht gefallen zu sein.
