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Ratsbeschlüsse aus dem OktoberStadt reißt Markthallen ab, baut weiter Parkplätze zurück und fördert mehr Begrünung

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Eine Fassadenbegrünung wie diese kann von der Stadt bezuschusst werden.

Eine Fassadenbegrünung wie diese kann von der Stadt bezuschusst werden.

Nach Schließung des Großmarkts werden erste Hallen abgerissen. Was der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen hat.

Der Rat der Stadt Köln hat den Abriss von drei leer stehenden Großmarkthallen in Raderberg beschlossen. Die Gebäude auf dem ehemaligen Großmarktgelände an der Marktstraße sollen zeitnah zurückgebaut werden. Die Stadt begründet den Schritt mit dem schlechten Zustand der Hallen, wiederholten Kabeldiebstählen und hohen Kosten für Sicherung und Polizeieinsätze. Mit dem Abriss der Hallen E 63 und E 65 am neuen Pionierpark sowie der Hallen E 12 bis E 18 in einem langen Riegel am südlichen Ende des Geländes beginnt die nächste Phase der Entstehung der Parkstadt Süd. Der Großmarkt schloss zum Jahreswechsel seine Tore, damit hier das Stadtentwicklungsprojekt mit 3300 neuen Wohnungen und 4300 Arbeitsplätze mit 30 Hektar Grün entstehen kann. Die denkmalgeschützte Großmarkthalle im Zentrum bleibt als einzige langfristig stehen und soll nach ihrer Sanierung als soziokulturelles Zentrum des Stadtteils dienen.

Die Abrissarbeiten sollen ausgeschrieben und anschließend von der Gebäudewirtschaft im Auftrag der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung „Planung und Realisierung Parkstadt Süd“ umgesetzt werden. Die Kosten werden auf rund 5,7 Millionen Euro brutto geschätzt, darin enthalten ist ein Risikozuschlag von etwa 728.000 Euro. Umfangreiche Schadstoff-Beprobungen, statische Untersuchungen, Bombensondierungen sowie Artenschutzprüfungen seien schon durchgeführt worden.

Parkraum-Moratorium abgelehnt

Parkplätze am Straßenrand werden weiter wegfallen in Köln. Die Mehrheit des Kölner Stadtrats hat einen Antrag der CDU-Fraktion abgelehnt, den weiteren Abbau von Stellplätzen am Straßenrand vorerst auszusetzen. Die Fraktion hatte nach Hamburger Vorbild ein Moratorium gefordert, bis die Verwaltung ein stadtweites Konzept mit Alternativen vorlegt. Seit Frühjahr 2025 sind in der Innenstadt bereits mehr als 400 Parkplätze weggefallen. Die CDU schlug unter anderem Quartiersgaragen, Ersatzstellplätze, veränderte Bordsteine und eine Mehrfachnutzung von Parkflächen vor.

SPD und Grüne lehnten den Vorstoß aus rechtlichen und sicherheitspolitischen Gründen ab, wir berichteten. Nach Angaben der Stadt müssen für Feuerwehr und Rettungsdienste mindestens 3,05 Meter Fahrbahnbreite frei bleiben; bei geringerer Breite sei das Parken verboten. Deshalb baut sie in den betroffenen Straßen Parkplätze zurück.

Förderung für Dach- und Fassadenbegrünung verlängert

Der Rat hat die Richtlinie des städtischen Programms „Grün hoch 3“ angepasst und erweitert. Damit steigen die maximalen Zuschüsse, die Kölnerinnen und Kölner erhalten, wenn sie ihre Grundstücke begrünen wollen. Neu gefördert werden unter anderem die zusätzliche Pflanzung großkroniger Bäume, Teichrandbepflanzungen sowie die Sanierung und Reaktivierung bestehender Zisternen. Auch geeignete ehemalige Öltanks können künftig zu Regenwasserspeichern umgebaut und finanziell unterstützt werden.

Das Programm fördert unter anderem Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Entsiegelung von Flächen. Seit dem Start 2018 wurden nach Angaben der Stadt mehr als 850 Maßnahmen unterstützt. Pro Jahr und Objekt sind Zuschüsse von bis zu 20.000 Euro möglich.