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Wert der Vorwoche mehr als halbiertRheinpegel in Köln nähert sich altem Rekord von 2018

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Der Kölner Dom ist im Hintergrund beim Blick auf den Rhein zu sehen, dessen Wasserstand gerade fällt.

Der Pegelstand des Rheins ist niedrig. (Symbolbild)

Der Wasserstand des Rheins ist trotz Regens niedrig. Der Pegel nähert sich dem Negativrekord von 2018 an.

Der Rhein in Köln weist aktuell wieder beinahe rekordverdächtiges Niedrigwasser auf. Der Wert vor einer Woche (27. Oktober) wurde inzwischen mehr als halbiert. Damit wurde fast der Rekord von 2018 gebrochen, damals lag der Wert bei historischen 69 cm.

Laut dem Infoportal der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes beträgt der Wasserstand des Rheins am 3. November nur noch knapp 72 Zentimeter. Der Pegel soll am 4. November auf bis zu 70 Zentimeter fallen und in den darauffolgenden Tagen wieder langsam auf 73 Zentimeter ansteigen.

Niedrigwasserrekord in Köln ist noch nicht lange her

Der aktuelle Negativrekord liegt bei 40 Zentimetern und wurde am 28. September 2026 (Montag) aufgestellt. Vor sieben Tagen lag er immerhin wieder bei knapp 154 Zentimetern. Damit hat sich der Pegel innerhalb von sieben Tagen mehr als halbiert und liegt damit deutlich unter dem mittleren Niedrigwasser (MNW) von 114 Zentimetern.

Wasserstände, die so niedrig sind, machen es auch der Schifffahrt schwer. Denn diese verringern die Fahrinnentiefe. Um dann noch ausreichend Tiefgangsreserve zu behalten, sind Schiffe gezwungen, ihre Ladung zu minimieren.

Niedrigwasser sorgte nicht nur in Köln für Probleme

Das Niedrigwasser im Sommer 2026 hatte erhebliche Folgen: Frachtschiffe konnten im Sommer wegen der geringeren Wassertiefe nicht mehr vollständig beladen werden, was den Gütertransport erschwerte und die Kosten erhöhte.

Auch die touristische Schifffahrt war betroffen: Die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt (KD) strich zahlreiche Fahrten, unter anderem zwischen Köln, Bonn, Koblenz und Rüdesheim. Zudem musste die Fähre zwischen Köln-Weiß und Zündorf im August zeitweise ihren Betrieb einstellen.

Weil weniger Güter über den Rhein transportiert werden konnten, setzte Nordrhein-Westfalen außerdem das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen vorübergehend bis Ende Oktober aus, um zusätzliche Transportkapazitäten auf der Straße zu schaffen. (li)