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Kölner SPD kritisiert Schröder„Mit sozialdemokratischen Werten nichts mehr zu tun“

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Altkanzler Gerhard Schröder und Waldimir Putin beim WM-Eröffnungsspiel Russland gegen Saudi-Arabien. (Archivfoto)

Köln – Harte Worte findet die Kölner SPD für den Parteigenossen und ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder: Mit den massiven Angriffen auf zivile Ziele habe dessen überfällige Distanzierung von Putins Regime eine „ultimative Dringlichkeit“ erreicht. „Wer unter diesen Umständen noch die Loyalität zum Präsidenten Russlands hält, hat mit unserem Verständnis sozialdemokratischer Werte nichts mehr zu tun“, erklärte die Kölner SPD-Chefin Christiane Jäger.

Als größter Unterbezirk der SPD fordere man Schröder „unmissverständlich und unverzüglich“ auf, seine Mandate und Positionen niederzulegen und die privaten geschäftlichen Beziehungen zu russischen Firmen aufzugeben.

Als Mitglied der SPD werde man immer wieder auf Schröder angesprochen, so Jäger: Auf die Verbindung zu Wladimir Putin, das Engagement bei Rosneft, Gazprom sowie den Nord Stream Pipelines.

Nähe zu Putin und Russland: Schröder zunehmend in Kritik

Schröders Nähe zu Putin und seine privaten und wirtschaftlichen Verflechtungen mit Russland sorgen zunehmend für Kritik. Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gerät wegen seines Festhaltens an Geschäftsbeziehungen zu Russland immer stärker in die Kritik. Die Heidelberger Sozialdemokraten fordern seinen Parteiausschluss.

SPD-Chef Lars Klingbeil bekräftigte in einer Fraktionssitzung am Vortag die Forderung an Schröder, seine Mandate in russischen Firmen niederzulegen, wie es am Mittwoch aus der Partei hieß. „Die Uhr tickt“, sagte Klingbeil laut „Spiegel online“. Schröder selbst meldete sich dazu bisher nicht zu Wort.

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Konkret geht es bei Schröder um seine Posten für die russischen Energieunternehmen Nord Stream 1 und 2 sowie den Ölkonzern Rosneft, wo er Aufsichtsratschef ist. Zudem soll Schröder einen Aufsichtsratsposten für Gazprom übernehmen. Der frühere Kanzler steht seit langem wegen seiner Verbindungen nach Russland in der Kritik. Er gilt als langjähriger Freund von Präsident Wladimir Putin, der vergangene Woche den Angriff auf die Ukraine befohlen hat. (two/dpa)