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Kommentar zu Kölner Kliniken Warum die Finanzierung marode ist

Das Klinikum Merheim.

Das Klinikum Merheim.

Die Finanzierung des Gesundheitswesens sollte zuallererst zum Ziel haben, eine hochwertige medizinische Versorgung sicherzustellen. Ein Kommentar.

Längst sind es nicht nur die städtischen Kliniken in Köln, die mit hohen Defiziten kämpfen. Auch die Kölner Uniklinik hat drei Jahre in Folge tiefrote Zahlen geschrieben. Das zeigt, dass etwas grundsätzlich nicht stimmt mit der Finanzierung des Gesundheitswesens. Die sollte zuallererst zum Ziel haben, eine hochwertige medizinische Versorgung sicherzustellen.

Im Falle der städtischen Kliniken zahlt die Stadt Köln als alleinige Gesellschafterin seit Jahren die Zeche und kommt für die Verluste auf. Investitionen sind damit noch keine getätigt. Angesichts der steigenden Defizite wird diese Belastung auf Dauer zu groß für den städtischen Haushalt. Hilfe von Land und Bund ist bitter nötig, floss bisher aber oft spärlich. In der Vergangenheit ist das Land NRW seiner gesetzlichen Pflicht zur Finanzierung von baulichen Investitionen in Kliniken nur unzureichend nachgekommen. Es wird Zeit, dass sich das ändert.

Auch die Idee eines Klinikverbunds in Köln hat die Landesregierung bisher mit spitzen Fingern angefasst – vor allem aus finanziellen Gründen. Doch bei der medizinischen Versorgung darf es nicht in erster Linie ums Geld gehen. Die Stadt Köln hat sich finanziell stark für ihre Kliniken und damit für die Versorgung der Menschen in Köln und der Region engagiert. Das Land muss hier auch seinen Beitrag leisten.