Köln-Innenstadt – Ein privater Sicherheitsdienst am Neumarkt, der gefährliche Situationen zwischen Anwohnern und Drogenabhängigen, Dealern und Obdachlosen verhindern soll – dieses von Henrik Hanstein formulierte Szenario geht zu weit. Das Gewaltmonopol auf öffentlichen Plätzen liegt bei den Polizeibehörden. Es darf nicht untergraben werden durch private Sicherheitsdienste, die keinerlei politische oder staatliche Legitimierung haben.
Dennoch haben Geschäftsleute und Anwohner am Neumarkt mit ihren Forderungen nach mehr Sicherheit und Sauberkeit rund um den östlichen Teil recht. Drogenszene und Obdachlose machen den Platz für Geschäftsinhaber, Kunden und Besucher unattraktiv und auch gefährlich. Kriminelle Dealer und Menschen unter Drogen und Alkohol können unberechenbar sein. Wenn sie sich dann noch in den Hausfluren und Eingängen aufhalten, geht das zu weit und ist für niemanden zumutbar.
Stadt und Polizei haben sich zwar einiges einfallen lassen, um die Zustände zu verbessern. Aber das reicht ganz offensichtlich nicht aus. Wenn die Behörden nicht dafür sorgen, die Missstände zu beseitigen, wird der Frust in der Bevölkerung weiter steigen. Deshalb: Es muss mehr Polizeipräsenz auf dem Neumarkt geben.koeln@kr-redaktion.de
