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Hitzeschaden behoben
KVB-Anzeigetafeln und App funktionieren wieder

2 min
Die Anzeigetafeln an den Haltestellen der KVB lieferten von Freitagabend bis Dienstagmittag keine Fahrgastinformationen.

Die Anzeigetafeln an den Haltestellen der KVB lieferten von Freitagabend bis Dienstagmittag keine Fahrgastinformationen.

Nach dem Totalausfall der Fahrgastinformation am Freitagabend erhalten KVB-Kunden inzwischen wieder Fahrplanauskünfte über Anzeigetafeln, App und Internet.

Mehr als dreieinhalb Tage haben die Kölner Verkehrs-Betriebe gebraucht, um das nach einem Hitzeschaden ausgefallene Fahrgast-Informationssystem wieder ans Laufen zu bringen. Die Fahrplanauskunft in der App und auf der KVB-Internetseite funktioniert nach Angaben eines KVB-Sprechers seit Dienstagmorgen (23. Juni) wieder wie gewohnt. Um die Mittagszeit gelang es den Technikern, auch die Anzeigetafeln an den Haltestellen zu reaktivieren.

Weil in der KVB-Zentrale in Braunsfeld zwei Klimaanlagen ausgefallen waren, war es am Freitagabend im KVB-Rechenzentrum zu einer Überhitzung gekommen. Die Server wurden heruntergefahren. Danach ließ sich die Fahrplanauskunft nicht mehr starten – weder auf den Anzeigetafeln, noch in der KVB-App, noch auf der KVB-Internetseite. Die Kunden konnten also nicht mehr nachschauen, wann der nächste Bus oder die nächste Bahn abfährt. Es wurden auch keine Informationen mehr veröffentlicht, ob Störungen im KVB-Netz vorliegen.

Der Fahrbetrieb wurde laut KVB durch den Systemausfall nicht beeinträchtigt. „Über ein redundantes Rechenzentrum konnte ohne zeitliche Einschränkung ein jederzeit sicherer Bus- und Stadtbahnbetrieb sichergestellt werden. Um den Ausfall des sehr komplexen Systems der Datenversorgung für die Fahrgastinformation zu beheben, war dagegen ein längerer Zeitraum erforderlich,“ sagte der KVB-Sprecher. An der Reaktivierung der Fahrgastinformation seien in den vergangenen Tagen neben eigenen Technikern auch externe Dienstleister beteiligt gewesen.

Die KVB arbeitet seit 2018 an der Verbesserung ihrer Fahrgastinformation durch Digitalisierung. Das System steht in der Kritik, weil es immer wieder Bahnen ankündigt, die nicht kommen, oder weil es fehlerhafte Abfahrtzeiten angibt.

Auf Nachfrage erklärte eine KVB-Sprecherin, man habe die Kundeninformation bereits „komplett auf digitalen Betrieb umgestellt. Den Fahrgästen werden nun überall die gleichen Echtzeitdaten zu ihrer Fahrt zur Verfügung gestellt.“ Die technische Umstellung sei weitestgehend reibungslos verlaufen. „Dass im Anschluss an verschiedenen Stellen im System Fehler auftreten und Nacharbeiten durch die beauftragten Systemhersteller notwendig sein würden“, sei von vornherein einkalkuliert und kommuniziert worden. Der Betrieb arbeite „mit Hochdruck an der endgültigen und fehlerfreien Umsetzung der Digitalen Kundeninformation, Verbesserungen sind bereits deutlich erkennbar“, sagte die Sprecherin.

Laut KVB werden die Fahrgastinformationen über ein rechnergesteuertes Betriebsleitsystem (ICTS) erstellt. Darin sind unter anderem die Fahrplandaten hinterlegt. Die Busse und Bahnen senden ihre GPS-Positionsdaten an die Zentrale. Diese gleiche das System mit dem Fahrplan ab, so die KVB. Daraus werde die exakte Ankunftszeit errechnet.