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PHP-Schwachstelle
KVB, Uniklinik Köln und NRW-Polizei wieder erreichbar

2 min
Eine Sicherheitslücke sorgt für Probleme im Netz. (Illustration)

Eine Sicherheitslücke sorgt für Probleme im Netz. (Illustration)

Eine PHP-Sicherheitslücke hatte zuvor für vorsorgliche Abschaltungen gesorgt. Weltweit kam es zu Hacker-Angriffen.

Der Internetauftritt der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) ist seit Donnerstagnachmittag (22. Oktober) wieder erreichbar. „Die Sicherheitslücke ist geschlossen“, teilte die KVB mit. Auch die Webseite der Kölner Uniklinik ist seit dem Mittag wieder aufrufbar. Die Internetauftritte waren wegen einer Schwachstelle in der Skript-Programmiersprache PHP (bekannt als „PHP2Shell“) vorsorglich abgeschaltet worden.

Auch mehrere Online-Services der NRW-Polizei sind mittlerweile wieder abrufbar. Das teilte das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste mit. Nach intensiven Arbeiten seien die Seiten erneut in Betrieb genommen worden, sodass der Dienst nun wieder zur Verfügung steht.

Warnung sorgt für vorsorgliche Abschaltungen

Am Mittwoch hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der gravierenden Schwachstelle PHP-Shell gewarnt. In der Folge nahmen mehrere Bundesländer, Kommunen, Behörden, Universitäten und Krankenhäuser ihre Auftritte vorübergehend vom Netz.

Diese Vorsichtsmaßnahmen waren offenbar berechtigt, wie aktuelle Zahlen von IT-Sicherheitsdienstleistern wie Cloudflare zeigen. Der Chef des US-Unternehmens, Matthew Prince, berichtete dem britischen Nachrichtensender Sky News von einer beachtlichen Welle automatisierter Attacken.

PHP2Shell: Angriffswelle auf ungeschützte Server

Laut Prince hatten kriminelle Akteure unmittelbar nach Bekanntwerden der Details zur Schwachstelle „PHP2Shell“ begonnen, das weltweite Netz gezielt nach ungeschützten Servern zu scannen. Binnen weniger Stunden seien die Zugriffsversuche exponentiell gestiegen.

In den ersten zehn Stunden vor der offiziellen Ankündigung habe man noch einige Tausend Versuche verzeichnet; nur zwei Stunden nach Veröffentlichung seien es bereits Hunderttausende und mittlerweile weltweit Millionen von Versuchen gewesen, die Schwachstelle auszunutzen.

Obwohl viele große Plattformen und Webhoster schnell reagieren konnten, raten IT-Experten und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weiterhin zur Wachsamkeit. Nicht aktualisierte Systeme bleiben akut gefährdet. (dpa/das)