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„Letztes Signal“Vorerst keine Streiks bei der KVB – Verdi droht aber vor Verhandlungen

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Die KVB war massiv von Streiks betroffen.

Die KVB war massiv von Streiks betroffen.

Ab Dienstag laufen die Verhandlungen im kommunalen Nahverkehr wieder, aber die Gewerkschaft verschärft den Ton.

Die Menschen in Köln und der Umgebung sind inzwischen leidgeprüft: Der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr hat auch bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) in den vergangenen Wochen für viele Streiktage gesorgt. Ab Dienstag standen die Stadtbahnen für drei Tage still, auch zuvor hatte es bereits einzelne Tage mit Arbeitsniederlegungen gegeben.

Bis zum Wochenende gab es noch einzelne Einschränkungen, ebenso zum Wochenstart. Die Ausfälle im KVB-Betrieb sind aber nicht ganz so gravierend. Da der Bus-Betriebshof Nord bestreikt wird, kommt es am Montag (23. März) zu Einschränkungen auf den Buslinien, auch der Stadtbahn-Verkehr kann vereinzelt betroffen sein.

Verdi gibt sich weiter kämpferisch

Für die nächsten Tage sind erst einmal keine Streiks zu erwarten, denn am Dienstag (24. März) startet in Bochum die dritte Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag im Nahverkehr. Es könnte aber die Ruhe vor dem Sturm sein. Bei einem Scheitern der Gespräche, die auf drei Tage angelegt sind, könnte für Freitag wieder zu Streiks aufgerufen werden.

„Es ist das letzte Signal der Beschäftigten an die Arbeitgeber, dass sie in der Verhandlungsrunde ein tragfähiges Angebot erwarten.“ Sollte das nicht kommen, könnte sich die Intensität der Arbeitsniederlegungen erhöhen, warnte ein Sprecher der Gewerkschaft.

Verdi verschärft den Ton

Der Verdi-Verhandlungsführer für Nordrhein-Westfalen, Heinz Rech, erklärte: „Die Beschäftigten machen noch einmal deutlich, wie ernst die Lage ist. Wir erwarten, dass die Arbeitgeber in der kommenden Verhandlungsrunde endlich konstruktiv verhandeln und ein konkretes Angebot vorlegen, statt ihre belastenden Gegenforderungen aufrechtzuerhalten und die Situation damit weiter zu verschärfen.“

Es geht um die Arbeitsbedingungen von etwa 30.000 Beschäftigten in mehr als 30 Nahverkehrsbetrieben in NRW. In zwei Verhandlungsrunden wurde bislang keine Einigung erzielt. Die Beschäftigten wollen eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich und eine längere Ruhezeit zwischen den Schichten. (cme mit dpa)