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Kommentar zum Parkurteil
Schwere Schlappe für die Stadt Köln

Ein Kommentar von
Ein Auto steht in einer Straße im Braunsfelder Pauliviertel

Ein Auto im Pauliviertel

Für die Stadt ist die Gerichtsentscheidung eine herbe Niederlage. Nun muss sie nachbessern - und künftig sorgfältiger arbeiten. Ein Kommentar

Die Menschen im Braunsfelder Pauliviertel können sich freuen: Weil drei Berufspendler vor dem Verwaltungsgericht die Parkregelung auf den Prüfstand gestellt haben, dürfen sie vorerst wieder kostenfrei ihre Autos abstellen. Die Stadt schaltet die Automaten aus.

Dass die Stadtverwaltung auf eine Beschwerde gegen den Entscheid verzichtet, hat seinen Grund: Sie hat schlicht ihre Hausaufgaben nicht gemacht und muss nun nachsitzen. Das Gericht hatte unter anderem bemängelt, dass die Parkraumerhebung vor vier Jahren nur an einem einzigen Tag stattgefunden hat. Die Zahl der privaten Stellplätze wurde zudem nicht ermittelt.

Das nennt man wohl grobe handwerkliche Fehler. Der Stadt blieb gar nichts anderes übrig, als den Entscheid zähneknirschend zu akzeptieren und nun eine neue Erhebung vorzunehmen. Das wird eine Zeit dauern. Die Anwohner in Braunsfeld werden keine Eile haben. Möglicherweise bringt die Schlappe der Stadt vor Gericht auch andere Anwohner in weniger zentral gelegenen Veedeln auf die Idee, die geltende Parkregelung überprüfen zu lassen. Die Stadt sollte bei der Ausweisung neuer Zonen gründlicher vorgehen.

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