Marco Lanzafame und Besim Mustafi haben die Gastronomie im Innodom Cologne am Wayertal übernommen. Hier trifft sich Kölns Start-Up-Szene.
Mittagstisch im Innodom CologneNeues Café „Besito“ – Chefs wollen sich Kölner Stadtteil öffnen

Marco Lanzafame und Besim Mustafi (v.l.) im neuem Café Besito im Innodom Cologne Mit dem Café will sich das Gebäude, wo sich die Gründerszene trifft, mehr nach Lindenthal öffnen. Foto: Arton Krasniqi
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Offene Räume, Dachterrasse, eine gelbe Treppe, die auch als Zuschauerraum dienen kann, und eine knallrote Theke: Marco Lanzafame und Besim Mustafi haben im Innodom Cologne am Weyertal ansprechende Bedingungen vorgefunden. Die beiden Freunde haben kürzlich das Café im drei Jahre alten Gebäude in Lindenthal übernommen und starten mit dem neuen „Besito“ nun ihren Café- und Mittagstischbetrieb. Auch kleinere Veranstaltungen wie Lesungen oder Kleinkunst wollen sie anbieten, um das Potenzial der architektonischen Perle auszuschöpfen.
Café Besito: Junges Ambiente im Innodom Cologne
„Für uns war es sehr reizvoll, das Café hier zu übernehmen: Es ist ein tolles Gebäude“, sagt Lanzafame. Die beiden Betreiber haben dafür ihren Job in der Pflegeassistenz an der Uniklinik gekündigt. Lanzafame und Besim Mustafi wollen sich nun stattdessen auf ihr gastronomisches Projekt im Innodom Cologne am Weyertal konzentrieren. „Wir wollen hier präsent und ansprechbar sein“, so Lanzafame.
Der Innodom Cologne ist das zentrale Innovations- und Gründungszentrum der Universität zu Köln. Er wird von der Kölner Universitätsstiftung betrieben und dient als Coworking-Space für Start-ups, junge Unternehmen sowie Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft. Entsprechend sind viele junge, kreative Köpfe Kunden im Café.

Innodom Cologne: Außenansicht mit Außen-Sitzplätzen des Cafés.
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Das gefällt den beiden Freunden, zudem öffnet das Café zu familienfreundlichen Arbeitszeiten. Beide sind Familienväter. Und: Sie erstellen Caterings für Veranstaltungen, die im Gebäude stattfinden, aber auch private Events. Man kann etwa die Dachterrasse oder andere Räume für private Feiern wie Geburtstage anmieten. Beim Besuch im „Besito“ riecht es nach Bolognese-Sauce. Zum Mittagstisch wird erstmals Pasta angeboten. Das wird frisch in der Küche zubereitet (7,90 Euro, vegetarisch 6,90 Euro). Ansonsten gibt es Kuchen, italienische Panini sowie Kaffee aus einer Siebträgermaschine. Marco Lanzafame hat zehn Jahre im Krankenhaus gearbeitet, ist aber seit 2002 nebenbei in der Gastronomie tätig gewesen.
Café Besito und Innodom Cologne wollen sich mehr dem Stadtteil öffnen
Der heute 42-Jährige war etwa jahrelang Restaurantleiter im Taco Loco an der Zülpicher Straße, das es mittlerweile nicht mehr gibt. Zuletzt hatte er ein Café im Agnesviertel: Das Cu’d’oro, „das ich 2023 coronabedingt schließen musste“, so Lanzafame. Auch Mustafi hat mehrere Standbeine. Er betreibt ein Tattoo-Studio in Rondorf, seine Frau das Hotel Boutique Cologne in der Altstadt. Für ihn sei klar gewesen: „Wenn ich nochmal so ein Projekt starte, dann mit Marco. Wir ergänzen uns gut.“ Die beiden kennen sich seit 30 Jahren, und sind „kölsche Jungs“ aus Nippes.

Treppe, die bei kleinen Veranstaltungen oder Vorträgen auch als Sitzgelegenheit dienen kann.
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Erst einmal den Start meistern und sehen, was im Innodom Cologne möglich ist, heißt es nun. „Wir haben neu angefangen, es gibt einen neuen Geschäftsführer und eine neue Lead-Managerin, und dadurch sind wir alle motiviert, wir haben alle Bock und die Stimmung ist gut“, sagt Mustafi. Café und Gebäude sollen sich mehr dem Stadtteil öffnen und einen Anlaufpunkt für die Lindenthaler werden. Mustafi und Lanzafame können sich After-Work-Treffen mit entspannter Musik, kleine Konzerte oder Lesungen vorstellen.
Der Innodom Cologne am Weyertal 109 wurde im Juni 2023 eröffnet. Das fünfgeschossige Gebäude bietet studierenden Firmengründern, aber auch Dienstleistern, die bei der Gründung helfen können, 164 Coworking-Plätze. 60 Arbeitsplätze sind für das „Gateway Exzellenz Start-up Center“, kurz ESC, reserviert; dies ist die Anlaufstelle für alle Gründungsinteressierten und Start-ups an der Uni Köln. Der Bau hat 24 Millionen Euro gekostet.

Oliver Kehrl
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Seit dem 1. Juni ist Oliver Kehrl der neue Geschäftsführer der Kölner Universitätsstiftung, der damit Beate Lippelt ablöst. Der 59-Jährige ist Stadtbezirksvorsitzender der CDU Rodenkirchen und ein ehemaliger Landtagsabgeordneter. Bei der Kommunalwahl am 14. September 2025 gewann er seinen Wahlbezirk in Rodenkirchen direkt, verzichtete aber auf sein Mandat im neuen Kölner Stadtrat. Er kritisierte nach der Wahl die fehlende Aufarbeitung des Wahlergebnisses: Die Partei erreichte 19,89 Prozent der Stimmen und lag deutlich hinter den Grünen, die als Wahlsieger 25,02 Prozent erhielten. (red)