In versteckter Lage mitten in Köln-Lindenthal erfindet sich das alteingesessene Restaurant Nikko unter neuen Inhabern neu.
Neueröffnung in KölnRestaurant Nikko setzt auf neues Konzept und bekannten Namen

Blick von der Dürener Straße ins japanische Restaurant Nikko in der City-Passage in Köln-Lindenthal.
Copyright: Béla Csányi
Ihre besten Zeiten hat die City-Passage in Köln-Lindenthal hinter sich, ein neues Restaurant soll das Image jetzt aber wieder aufpolieren. Unter seinem bisherigen Namen bietet das Nikko seit der Neueröffnung vor einigen Tagen nun japanisches Comfort Food – mit neuen Besitzern und verändertem Konzept.
Onigiri, Karaage und Teishoku gehören in Japan für Millionen Menschen zum gastronomischen Alltag, sind in Deutschland aber noch längst nicht so bekannt wie die Königsdisziplin Sushi. Im Nikko soll daher schon zum zweiten Mal ein Trend gesetzt werden.
Nikko startet mit verändertem Konzept neu
Als um die Jahrtausendwende in der kleinen Passage zwischen Dürener Straße und Frangenheimstraße noch alle Ladenlokale belegt waren, gleich nebenan die inzwischen längst aufgelöste Drogeriekette Schlecker, gehörte das Nikko zu den ersten Sushi-Restaurants der Stadt.
Mit seiner Küche machte sich das Nikko einen Namen weit über das Veedel hinaus. „Reis und roher Fisch“ war in Deutschland damals noch ein Nischenangebot für ein zahlungskräftiges Publikum.
Auch die über die Jahre aufkommende Flut an Lieferdiensten und preiswerteren All-you-can-eat-Restaurants überstand das Nikko lange, vor einigen Monaten war für die Institution im Veedel dann aber Schluss. Seitdem bereiten neue Betreiber die Wiedereröffnung vor.
Das Nikko ist der zweite Ableger des Lindenthaler Sushi-Restaurants ZEN aus der Bachemer Straße. „Die ZEN-Restaurants stehen für japanische Kochkunst mit höchstem Anspruch“, heißt es von den Machern. Diese Zeitung lobte bereits 2014 kurz nach der Eröffnung: „Auf Anhieb eines der besten japanischen Restaurants der Stadt.“
Während die Preise jenseits des Lindenthalgürtels im ZEN höher ausfallen und die große Sashimi-Platte stolze 59 Euro kostet, bietet das Nikko im neuen Gewand vor allem Speisen für den kleineren Geldbeutel: Nur ein Gericht auf der gesamten Karte liegt bei über 20 Euro.
Neben den bereits genannten Onigiri (gefüllte Reisbällchen), Karaage (frittiertes Hähnchen) und Teishoku-Varianten (Menü mit Reis, Miso-Suppe und Salat) stehen auch verschiedene japanische Currys und Reisbowls auf dem Menü.
Das heimische Kirin-Bier gibt es sogar vom Fass, bestellt wird passend zum zeitgemäßen Anspruch per Tablet. Nicht nur gastronomisch bringt das neue Nikko damit einen Hauch Moderne in die City-Passage.