Im Clarenbachkanal wurden Blaualgen entdeckt. Menschen und Hunde sollten das Wasser meiden.
Warnung in KölnBlaualgen breiten sich im Clarenbachkanal aus – giftig für Mensch und Tier

Ein Schild weist auf die Gefahr durch Blaualgen am Clarenbachkanal hin.
Copyright: StEB Köln
Der Clarenbachkanal in Lindenthal schimmert derzeit nicht nur grün – er birgt auch ein Gesundheitsrisiko. Die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) haben bei einer Kontrolle Blaualgen entdeckt und warnen davor, mit dem Wasser in Berührung zu kommen. Auch Hunde sollten den Kanal bis auf Weiteres meiden und keinesfalls daraus trinken.
Blaualgen, fachlich Cyanobakterien, sind in vielen stehenden Gewässern in kleinen Mengen vorhanden. Problematisch wird es, wenn ihnen die Witterung in die Karten spielt. Bei starker Sonneneinstrahlung können sie sich explosionsartig vermehren. „Dann bilden sie Giftstoffe, die für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich sein können“, teilen die StEB mit.
Blaualgen sorgen in Köln für Warnung am Clarenbachkanal
Blaualgen können nämlich hautreizend und giftig wirken. Um die Lage in den Griff zu bekommen, haben die Stadtentwässerungsbetriebe bereits reagiert. Die Frischwasserzufuhr wurde leicht erhöht, zudem versorgen zwei neu installierte Wasserbelüfter den Kanal mit Sauerstoff. Weitere Möglichkeiten, um den Nährstoffgehalt im Wasser zu senken, würden derzeit geprüft.

Blaualgen erzeugen auf Wasseroberflächen giftgrüne Schlieren. (Symbolbild)
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Anwohner und Spaziergänger sollten den Warnhinweisen am Gewässer folgen und den Kontakt mit dem Wasser vermeiden. Die StEB erinnern außerdem daran, das Fütterungsverbot für Tiere unbedingt einzuhalten. Denn jedes Stück Futter liefert neue Nährstoffe für die Blaualgen.
Auch anderes Gewässer wurde wegen Blaualgen gesperrt
Der rund 450 Meter lange Clarenbachkanal wird aus dem Rautenstrauchkanal gespeist. Beide gehören zum Gewässersystem der Lindenthaler Kanäle, das den Inneren und Äußeren Grüngürtel miteinander verbindet.
Es ist bereits der zweite Blaualgenfund in einem Kölner Parkgewässer in diesem Jahr. Im April hatten die StEB eine Belastung im Theodor-Heuss-Weiher am Ebertplatz festgestellt und ihn gesperrt. (sbo)