Geibelstraße„Horror-Filiale“ – Lindenthaler Post-Niederlassung bleibt ein Ärgernis für Kunden

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Die Postbank-Filiale an der Geibelstraße in Köln-Lindenthal

Die Postbank-Filiale an der Geibelstraße in Köln-Lindenthal

Die Post-Filiale an Köln-Lindenthal ist immer wieder unangekündigt geschlossen. Kundinnen und Kunden sind empört.

Die Postfiliale an der Geibelstraße in Köln-Lindenthal erregt mal wieder die Gemüter. In den vergangenen Tagen und Wochen standen Kundinnen und Kunden immer wieder vor verschlossenen Türen, obwohl laut Google Maps eigentlich regulär geöffnet sein sollte.

Eine Kundin hat sich bei dieser Zeitung gemeldet und berichtet, sie habe vergangener Woche ein Einschreiben abholen wollen. Die Filiale, die zur Postbank gehört, aber von den meisten Kunden für klassische Post-Dienstleistungen genutzt wird, war geschlossen. „Es gab keinerlei Hinweis darauf, warum die Filiale zu regulären Öffnungszeiten geschlossen war, noch darauf, wann sie wieder geöffnet würde“, so die Kölnerin. Im Internet war auch kein Hinweis zu finden.

Wenn dies ein Einzelfall wäre, würde sich vermutlich niemand aufregen. Die Filiale an der Geibelstraße ist jedoch ein stetes Ärgernis für die Lindenthaler, weil es immer wieder zu solchen Ausfällen kommt und Kundinnen und Kunden dann umsonst teilweise längere Anfahrten getätigt haben, um ein Päckchen oder Paket abzuholen. Bereits im Frühjahr hatten sich viele Menschen beschwert. Damals lautete die Begründung des Konzerns: nicht planbare Personalausfälle durch Krankheit.

Post an der Geibelstraße: „Horror Filiale“

Bei Google häufen sich seit geraumer Zeit wieder die schlechten Bewertungen. „Was ist in dieser Filiale los? Ich bin alleine diese Woche dreimal dagewesen, um ein Paket aus dem Ausland abzuholen. Jedesmal war geschlossen, obwohl laut offiziellen Öffnungszeiten offen sein soll. Ich bin stinkwütend“, schreibt ein Kunde.

„Horror Filiale“, schreibt jemand anders, denn die Berater seien nicht zu vereinbarten Terminen erschienen. Überhaupt seien die Mitarbeitenden insgesamt sehr unfreundlich, heißt es häufig. „Der Hass, den ich gegenüber dieser Postfiliale empfinde, lässt sich nicht in Worte fassen“, zieht eine Kundin vom Leder. „Öffnungszeiten werden selten eingehalten, vor Tür ständig enttäuschte Menschen, die umsonst mit schweren Paketen dorthin gelaufen sind“, schreibt jemand am Dienstag (14. November).

Postbank an der Geibelstraße in Köln-Lindenthal immer wieder geschlossen

Auf Anfrage erklärt die Postbank-Zentrale die Ausfälle wieder mit der „aktuell angespannte Personalsituation im Filialteam“. Die Ausfälle könnten nicht durch Mitarbeitende anderer Filialen ersetzt werden. Man habe aber „geeignete Maßnahmen ergriffen, um das Team zu verstärken“ und sei „zuversichtlich“, bald einen „stabilen Betrieb“ gewährleisten zu können.

Unter www.postbank.de/filialen könnten sich Kundinnen und Kunden vor dem Besuch informieren, so der Sprecher. Abweichungen bei den Öffnungszeiten seien mit einem roten Ausrufungszeichen gekennzeichnet. Warum dies offenbar häufig nicht über Google, sondern nur über die umständliche Filialsuche zu schaffen ist, bleibt unklar. Selbst wenn über Google die Postbank als geschlossen gemeldet wird, wird dies offenbar nicht in jedem Fall auch die „Briefpost“ angezeigt, die sich ja in denselben Räumlichkeiten befindet.

„Bei unseren Kundinnen und Kunden entschuldigen wir uns für alle Unannehmlichkeiten, die sie vorübergehend in Kauf nehmen müssen“, so der Postbank-Sprecher.

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