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Verkehrssicherheit in LövenichDer Schulweg am Gymnasium Zusestraße soll sicherer werden

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Schulleitung, Eltern und Politiker sowie Politikerinnen warten auf der Aufstellfläche am Fahrbahnrand an der Kurve in der Zusestraße, während ein Lkw durch die Kurve am Gymnasium Zusestraße dicht an der Mittelinsel vorbeifährt.

Schulleitung, Eltern und Politiker sowie Politikerinnen warten auf der Aufstellfläche am Fahrbahnrand an der Kurve in der Zusestraße, während ein Lkw durch die Kurve am Gymnasium Zusestraße dicht an der Mittelinsel vorbeifährt.

Politik, Eltern und Schulleitung fordern mehr Sicherheit am Gymnasium Zusestraße: Lkw-Verkehr, Zebrastreifen oder Ampel stehen im Fokus.

Ein 40-Tonner donnert durch die schmale Kurve der Zusestraße, vorbei an einer Mittelinsel, die als Querungshilfe für den Rad- und Fußverkehr dient. „Manchmal“, sagt Luisa Maronna, „fährt ein Lkw sogar über die Verkehrsinsel.“ Ihre Kinder besuchen das Gymnasium, das sich direkt hinter der Kurve befindet, und die Mutter macht sich Sorgen: Auf der Verkehrsinsel und am Fahrbahnrand warten vor Schulbeginn und nach Schulschluss ganze Pulks von Schülern und Schülerinnen, zumeist auf Fahrrädern. Sie drängen herüber, während der Lastverkehr die Straße entlangrollt.

Mit anderen Eltern hat Maronna die „AG Verkehrssicherheit“ am Gymnasium Zusestraße gegründet und setzt sich für eine Verbesserung der Sicherheit ihrer Kinder vor Ort ein. Die Bezirksvertretung Lindenthal hat sich jetzt ihrer Forderungen angenommen und beschlossen, dass die Stadtverwaltung die Querungshilfe in der gefährlichen Kurve durch einen Zebrastreifen ersetzen soll. Wenn möglich, soll sie dort sogar eine Ampelanlage installieren, die den Kindern auf Knopfdruck grünes Licht gibt und den Kraftverkehr zum Halten bringt. Zudem sollen die Verkehrswege für Radfahrende in beiden Fahrtrichtungen verbessert werden. Schilder sollen deutlicher auf die Schule hinweisen. Die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 vor dem Gymnasium soll überwacht werden.

Der Überweg in der Kurve führt zu vielen Schulen

Vor allem im Hinblick auf den unsicheren Überweg in der Kurve sehen die Eltern starken Verbesserungsbedarf. Er würde von etlichen Schülern und Schülerinnen genutzt, die vom nahegelegenen Egelspfad oder aus dem Nachbarviertel Widdersdorf kommen, schildern sie.

Auch zu den Gesamtschulen am Wasseramselweg und „Sieben Brücken“ führt der gefährliche Weg über die stark befahrene Kurve. Der Lövenicher Bezirksvertreter Michael Olligschläger (CDU) bemängelt vorrangig eines: „Die Aufstellfläche auf der Mittelinsel ist viel zu klein.“ Höchstens zwei Fahrräder würden darauf passen, aber auch am Fahrbahnrand sei der Platz gering.

Auf der Straße vor dem Gymnasium Zusestraße herrscht reger Lkw-Verkehr.

Auf der Straße vor dem Gymnasium Zusestraße herrscht reger Lkw-Verkehr.

Schulleitung und Bürgermeisterin sehen ebenfalls Verbesserungsbedarf

Die Leiterin des Gymnasiums Zusestraße, Suntka Altrock, sieht noch ein weiteres Problem: „Die Lkw und Pkw sind trotz der Tempo-30-Zone vor der Schule meist zu schnell unterwegs“, schildert sie. Ein Zebrastreifen würde sie zwingen, die Geschwindigkeit zu drosseln.

Auf dem Weg ins Gewerbegebiet würden sie auch gar nicht mit der Schule rechnen, die sich rein äußerlich nicht von den ansässigen Unternehmen unterscheide. Nur ein kleines Verkehrsschild warnt bislang vor querenden Kindern. Die Schulleiterin wünscht sich eine bessere Beschilderung.

Ratsfrau und Bürgermeisterin Teresa de Bellis (CDU) kann die Situation der Eltern und ihrer Kinder nachvollziehen: „Die Schule befindet sich in einem Gewerbegebiet“, sagt sie. Der Lieferverkehr sei dort zwar normal, die Lage der Schule aber nicht optimal. Sie sei der Tatsache geschuldet, dass man dringend weitere Schulplätze im Westen benötigte. Nun müsse im Hinblick auf die Verkehrssicherheit nachgebessert werden. Auch sie möchte die Schule dabei unterstützen.

Verwaltung sieht keine Möglichkeit für Zebrastreifen

Einen Zebrastreifen vor Ort zu errichten, hält die Verwaltung allerdings nicht für möglich: Nach den gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien müssten der Überweg und die Querenden frühzeitig für Kraftfahrzeugfahrer erkennbar sein, schreibt Robert Baumanns, Sprecher der Stadt. Das sei in der Kurve nicht gegeben. Die Verwaltung prüfe aber, wie die Querungsstelle verkehrstechnisch verbessert werden könne. Kurzfristig würden mehr Schilder vor der Verkehrsinsel aufgestellt, und solche, die auf Tempo 30 sowie die querenden Kinder hinweisen. Die Mittelinsel solle künftig beleuchtet werden. Für einen Radschutzstreifen sei die Fahrbahn allerdings zu schmal.