Abo

Rundschau PLUS abonnieren

Abo-Angebote

Artikel teilen

Schriftgröße ändern

Artikel zur Merkliste hinzugefügt

Rückgangig

Artikel von der Merkliste entfernt

Sie folgen nun

Rückgangig

Sie folgen

Neu in Köln-Sülz „Hofladen im Veedel“ bietet Bioprodukte aus der Region

Das Sortiment im „Hofladen im Veedel“

Das Sortiment im  „Hofladen im Veedel“

Köln – Spargel, Erdbeeren, Käse, Radieschen, Tomaten und Basilikum – die Kundin trägt direkt zwei große Papiertüten mit Köstlichkeiten nach Hause. „Ich freue mich, dass der Laden jetzt hier ist. Das ist frisch und es erspart mir Wege“, sagt sie. Am Montag feierte der „Hofladen im Veedel“ in Sülz offiziell Eröffnung. Im Laden gibt es Lebensmittel für den täglichen Bedarf – Brot, Bier, Wein, Käse, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Kräuter und ein paar Konserven. Fleisch nur auf Bestellung.

„Nähe zählt“ lautet das Motto.

„Nähe zählt“ lautet das Motto.

Das Kilo Rote Bete kostet 3,50 Euro, dieselbe Menge Bio-Rhabarber 5,60 Euro, krummer Spargel 11,70 Euro. „Das sind Tagespreise“, sagt Jan Gökpenarli. Der 37-Jährige ist der Inhaber. Eigentlich ist er Wasserbauingenieur. Aber die Begeisterung für Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Grundwasserschutz und Bio-Landwirtschaft treibt ihn seit Jahren um. Im Sülzer Hofladen haben Gökpenarli und seine Mitstreiter von der Regionalwert AG einen Ort gefunden, in dem sie direkte Lieferbeziehungen und regionale Strukturen unterstützen können.

Die Entfernung zu den Produzenten ist kurz

„Transparenz und Nähe ist uns wichtig“, sagt Gökpenarli. Eine Schautafel am Eingang zeigt, wie nah die Produzenten sind. Am nächsten: Die Biobrauerei Heller. Nur 1,2 Kilometer ist die Wegstrecke. Mit 137 Kilometer am weitesten entfernt: das Bio-Weingut Goswin Kranz an der Mittelmosel. Der Rest der Anbieter sind Bio-Bauern aus dem Umland, die Edelkäserei Kalteiche und die Monschauer Bauernmolkerei.

Jan Gökpenarli

Jan Gökpenarli

Im Sülzer Hofladen finden sie eine Möglichkeit, ihre Produkte zu vermarkten. Gefördert wird das durch das Netzwerk der Regionalwert AG Rheinland. „Die Erzeuger unterstützen sich gegenseitig in der Vermarktung“, sagt Dorle Gothe, Vorstand der Regionalwert AG Rheinland.

Die Corona-Krise habe dem Anliegen „enkeltaugliche Zukunft“ Auftrieb gegeben. „Die Leute sind sensibilisiert. Vertrauen, Gesundheit und ein direkter Kontakt sind ihnen wichtiger geworden “, sagt Dorle Gothe. Mehr Menschen legten Wert auf Lebensmittel aus der Nähe, ohne Chemie, Pestizide oder Gentechnik. „Während der Pandemie haben die Leute wieder Zeit und Muße zum Kochen gefunden. Das ist ein Pluspunkt für uns. Ich hoffe, dass das anhält“, sagt Dorle Gothe.

Die Regionalwert AG Rheinland

2016 war das Gründungsjahr der Regionalwert AG Rheinland. Die Bürgeraktiengesellschaft unterstützt die nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung durch finanzielle Beteiligungen und fördert ein regionales Partnernetzwerk.

Die Idee: Bürger beteiligen sich durch den Kauf von Aktien an der nachhaltigen Entwicklung der Region. Etwa 530 Aktionäre gibt es, das Kapital beträgt 1,75 Millionen Euro. (dha)

www.regionalwert-rheinland.de

Um das Bewusstsein zu schulen, sollen die Nachbarn eingebunden werden. „Wir wollen Aktionen anbieten und ein Nachbarschaftstreff werden“, sagt der Ladeninhaber. Derzeit ist noch das Büro im hinteren Teil des 50-Quadratmeter-Ladens. Die Devise: „Wir fangen klein an und wachsen dann.“

Dein Hofladen im Veedel, Zülpicher Straße 196, an der Haltestelle Weyertal. Geöffnet 10 bis 19 Uhr, samstags 11 bis 15 Uhr.

www.hofladenimveedel.de