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Dienstagszoch in SülzKamelle, Pänz und strahlende Gesichter

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Eine Zwergenfamilie mit bunten Luftballons schauen in die Kamera.

Teilnehmerin von der KGS Berrenrather Straße beim Sülzer Dienstagszug 2026

Mehr als 5000 Teilnehmer zogen am Dienstag von der Gerolsteiner Straße aus durchs Veedel, dabei waren natürlich zahlreiche Vereine, Schulen und Musiker. 

Der Sülzer Veedelszoch wächst und wächst. Mehr als 5.000 Menschen aus drei Stadtteilen, davon rund 3.500 Kinder, beteiligten sich nach Angaben der Interessengemeinschaft Dienstags-Veedelszoch Sülz-Klettenberg-Lindenthal (IGS) am 70. Dienstagstreck durch Sülz. Damit zählt er zu den größten Veedelsumzügen im Stadtgebiet. Vor 73 Jahren hatte sich die IGS aus der Karnevalsgesellschaft „Löstige Sölzer“ und der Theatergruppe „Frohsinn und Einigkeit“ gegründet, um Brauchtum und Karneval im Veedel, auch unter Mitwirkung der Geschäftswelt, zu fördern.

34 Gruppen auf 6,6 Kilometer langer Strecke in Sülz-Klettenberg

Pünktlich um 12.45 Uhr setzte sich der Dienstagszug mit zahlreichen Karnevalsvereinen, Stammtischen, Kitas und vor allem mit 15 Schulen aus Sülz-Klettenberg-Lindenthal an der Gerolsteiner Straße in Bewegung. Angeführt wurden die 34 teilnehmenden Gruppen auf der rund 6,6 Kilometer langen Zugstrecke vom Karnevalsverein „Dem Kölsch sing Fründe“, gefolgt von den jüngsten Zugteilnehmern aus den beiden Kitas St. Bruno und St. Nikolaus. Fünf Musikkapellen sorgten für rasante Livemusik im Zoch.

Eine Gruppe in Ringelshirts und goldenen Schärpen steht am Zugweg.

Der Verein Dreimol vun Hätze feiert 2026 sein zehnjähriges Bestehen.

Bereits bei der Aufstellung rund um den Auerbachplatz herrschte trotz der widrigen Wetterlage unter den teilnehmenden Fastelovendsjecke beste Stimmung. So manches Kostüm bekam hier noch den letzten Schliff. Kamellebüggel wurden gefüllt. Und auch das amtierende Kinderdreigestirn der GGS Bachemer Straße mit Prinz Knut, Bauer Alex und Jungfrau Minu konnte den Start auf die Fastelovendsmeile kaum erwarten. Die Gemeinschaftsgrundschule stellte mit 440 Teilnehmenden die größte Gruppe.

Zum ersten Mal im Zoch dabei war die Freiwilligenorganisation Serve the City Köln, ein gemeinnütziger Verein, der soziale Initiativen und Umweltprojekte in der Stadt unterstützt. Der Verein hatte Anfang 2025 sein Büro auf der Luxemburger Straße eröffnet. Auf ihren prunkvollen Festwagen feierten die beiden Karnevalsgesellschaften Alt-Severin mit den Winzern und Winzerinnen vun d’r Bottmüll samt Tanzkorps und die Sülzer Kletten ihr 75-jähriges-, beziehungsweise zehnjähriges Bestehen. Auch der Fitness-Treff für Frauen und der Verein Dreimol vun Hätze beteiligten sich anlässlich ihrer Jubiläen (25. und 10. Geburtstag) am Umzug.

In puncto Sicherheit am Zugweg gab es in diesem Jahr eine Neuerung. „Wir sind dazu übergegangen, die Seitenstraßen, die in den Zugweg führen, zu sperren“, sagte IGS-Geschäftsführer Roland Böhm. In der Vergangenheit hätten immer wieder Fahrzeuge den Zugweg gekreuzt oder seien entlang der Strecke gefahren.