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„Kopf macht einfach nicht mehr mit“Kölner Schauspielerin drehte während Hitzeperiode neue Komödie

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01.07.2026 Köln. Schauspielerin Cosima Henmann an ihrer früheren Schule, dem Schiller Gymnasium in Sülz. Foto: Alexander Schwaiger

Schauspielerin Cosima Henman an ihrer früheren Schule, dem Schiller-Gymnasium in Sülz. 

Cosima Henman lebt in Berlin, ist aber in Köln aufgewachsen. Im Juni drehte sie die Fortsetzung der neuen ZDF-Komödie „Plötzlich Schwester“. 

Als Cosima Henman Schülerin des Schiller-Gymnasiums in Sülz war, hatte sie bereits klare Vorstellungen, was sie später einmal machen möchte: Regisseurin werden. Diesen Traum verfolgt sie auch weiterhin, ein Kurzfilm-Debüt über die Geschichte einer Teenie-Mutter hat sie bereits gefeiert, an ihrem ersten Langspielfilm arbeitet sie noch. Doch auf dem Weg zu ihrem Wunschberuf, ist sie zunächst Schauspielerin geworden und feierte ihren ersten Erfolg als 12-Jährige in der Hauptrolle im Kinder- und Jugendfilm „Teufelskicker“, bei dem ihr Vater, der Regisseur und Drehbuchautor Granz Henman, Regie führte.

Doch die Schule blieb für die seit neun Jahren in Berlin lebende Schauspielerin eine wichtige Konstante, bis zum Abitur. „Meine Mutter, die Professorin für BWL und VWL ist, hat dafür gesorgt, dass ich die Schule beende. Danach bin ich zu einer Schauspielagentur gegangen und habe seit meinem 18. Lebensjahr durchgespielt“, sagt die 29-Jährige, die derzeit etwa in der RTL-Krimireihe „Behringer und die Toten“ zu sehen ist.

"Plötzlich Schwester (AT)"- Drehstart: Sandy Koslowski (Cosima Henman), Sandra Giesinger (Klara Lange)

Schauspielerinnen Cosima Henman und Klara Lange in der neuen ZDF-Komödie Plötzlich Schwester.

Cosima Henman in neuer ZDF-Komödie „Plötzlich Schwester“ zu sehen

Wir treffen Henman an einem heißen Junitag an ihrer alten Schule, in der sie noch als junge Schülerin manchmal die raue Stimme eines Henning May aus dem Musikraum hörte. Sie erlebte auch die Schulkonzerte von AnnenMayKantereit, der Band, die sich hier aus Schulfreunden gebildet hatte. Die talentierten Musiker schienen ihr damals noch „richtig groß“ und weit weg zu sein. Ihre Kindheit und Jugend in Klettenberg sowie ihre Schulzeit hat die Schauspielerin in guter Erinnerung.

„Vor allem den künstlerischen Aspekt. Der Kunstunterricht hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich durfte Fotocollagen bauen und Fotografien inszenieren. Ich wusste, dass ich in Richtung Film gehen wollte, und fand das Kunstaffine toll.“ Henman freut sich also, wenn es sie beruflich mal wieder in die Heimat verschlägt und sie neben Arbeit auch ein wenig Urlaub ins Früher machen kann. Zur Zeit dreht sie hier die Fortsetzung der Komödie „Plötzlich Schwester“, die am 6. August im ZDF ausgestrahlt wird (in der Mediathek bereits verfügbar).

Die spießige Sandra (Klara Lange), die bei einer Versicherung arbeitet, und die chaotische und quirlige Sandy, gespielt von Cosima Henman, wissen bis zum plötzlichen Tod des gemeinsamen Vaters nichts von dessen Doppelleben mit zwei Familien. Sandy weicht ihrer neugewonnenen Schwester seit der Beerdigung nicht mehr von der Seite.

Als sie erfährt, dass Sandra für ihre anstehende Hochzeit noch eine Trauzeugin sucht, ist für Sandy klar, dass sie den Job übernimmt – zum Entsetzen von Sandras Mutter Monika (Andrea Sawatzki) und Sandras Bräutigam Justus (Yannik Heckmann). „Das Coole an Sandy war, dass ich so viele Sachen machen durfte, die nicht alltäglich sind“, sagt Henman über ihre Rolle. Ob es nun der knallpinke, überstürzte Junggesellenabschied ist oder der spontane Campingbesuch im Garten: Die Rolle habe ihr Spaß gemacht.

„Sandy ist sehr flummiartig, impulsiv und körperlich. So war ich früher als Jugendliche auch. Gemeinsam haben wir, dass wir aus einer schwierigen Situation das Beste machen, statt zu verzweifeln“, sagt Henman. In der Fortsetzung „Plötzlich Mama“ ist Sandy schwanger. An einem der heißesten Tage des Jahres musste sie eine Waldgeburt mit einem sechs Kilo schweren Silikonbauch drehen.

Cosima Henman arbeitet zusammen mit ihrem Vater Granz Henman

„Bei 38 Grad war das einer der heftigsten Drehs, die ich bisher hatte. Irgendwann macht der Kopf einfach nicht mehr mit“, so Henman. Mit Klimageräten und nassen Lappen sorge das Filmteam zwar für Abkühlung, aber den eng getakteten Drehplan müsse man einhalten. Wenn Henman nicht gerade dreht – was sie in den vergangenen zehn Jahren durchgehend gemacht hat –, schreibt sie an eigenen Drehbüchern und macht ganz viel Kampfsport. Der ist ihr als Ausgleich immer wichtiger geworden. „Kampfsport ist ein großer Teil meines Lebens und hat mir innere und äußere Stärke verliehen. Dass Frauen Kampfsport machen, war früher nicht selbstverständlich. Das Thema beschäftigt mich, und ich würde gerne auch eine Geschichte darüber erzählen.“

01.07.2026 Köln. Schauspielerin Cosima Henmann an ihrer früheren Schule, dem Schiller Gymnasium in Sülz. Foto: Alexander Schwaiger

Wir treffen Cosima Henman zum Interview an ihrer alten Schule in Sülz.

An Drehbüchern schreibt sie auch gemeinsam mit ihrem Vater. Zuletzt am Netflix-Film „Hammerharte Jungs“, eine deutsche Teenie-Komödie von 2023 und die Fortsetzung von „Harte Jungs“ (2000) und „Knallharte Jungs“ (2002). Ihr Vater war ein Türöffner für die Schauspielerin. Als Kind nahm er sie auf Filmsets mit, doch die Initiative, ihre erste Hauptrolle zu spielen, kam als elfjähriges Mädchen von ihr aus, erzählt Henman. „Ich war ein schüchternes Mädchen, und mein Papa hat erstmal geschmunzelt und war skeptisch. Aber nach fünf Runden im Casting konnte ich mich behaupten.“ Zunächst sei es ihr etwas peinlich gewesen, als „Tochter von“ in Erscheinung zu treten. „Es ist aber cool und eine echte Hilfe – und mittlerweile einfach schön, dass wir hin und wieder zusammenarbeiten.“

Die ZDF-Komödie „Plötzlich Schwester“ ist in der Mediathek bereits abrufbar. Im linearen Fernsehen wird sie am Donnerstag, 6. August um 20.15 Uhr ausgestrahlt.