Bei der Talentprobe im Tanzbrunnen wird Gastgeber Linus einen ganz besonderen Gast auf der Bühne begrüßen.
Linus’ Talentprobe80-Euro-Waldi wagt sich auf Kölns heißeste Bühne
Sie haben beide ein Herz für Antikes, Schönes, Musik und Kunst. „Hauptsächlich sind wir beide gleich bekloppt“, sagt Entertainer Linus. Im Kölner Tanzbrunnen traf er sich jetzt mit Walter Lehnertz, den alle nur als „80-Euro-Waldi“ aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ kennen.
Beim Revival von Linus’ Talentprobe am 11. September 2026 wird der Trödel-Star als Überraschungsgast auf der Open-Air-Bühne auftreten. Waldi singt mit einer Wildcard beim Kult-Event – außerhalb der Wertung und nur zur Freude seiner zahlreichen Fans.
Linus’ Talentprobe steigt wieder am 11. September 2026 im Tanzbrunnen
„Normalerweise singe ich nur über 1,2 Promille oder unter der Dusche“, sagt der 59-Jährige aus der Eifel. „Aber ich kenne Linus schon seit 1894. Wir haben beide ein Herz für Antiquitäten und sind für jeden Blödsinn zu haben.“
Waldi kennt nicht nur Talentproben-Moderator Linus ausgezeichnet. Er ist auch über gemeinsame Kunstprojekte, Galerie-Ausstellungen und Benefizaktionen mit Panik-Rocker Udo Lindenberg verbunden. Für seine ZDF-Reihe „Waldis Welt“ traf sich Lehnertz noch in diesem Sommer mit Lindenberg.
„Udo hat mir ein Bild gemalt und mich in seine Panik-Gang aufgenommen“, sagt der Antikhändler stolz. „Bei einem unserer Treffen habe ich ihn gefragt, ob ich seinen Song ‚Bodo Ballermann‘ singen und die CD für den guten Zweck verkaufen darf.“ Bereits 2004 nahm Waldi den schon 1976 veröffentlichten Titel neu auf.

Noch muss er ein wenig üben. Als Waldi (l.) das Biene-Maja-Lied sang, bekam Entertainer Linus fast einen Gehörsturz.
Copyright: Daniela Decker
„Den Song habe ich als kleiner Panz schon unter der Dusche gesungen“, sagt er. Sogar ein Video wurde produziert. Während Udo seinerzeit im Clip durch das leere Münchner Olympiastadion dribbelte, wurde das Waldi-Video mit etlichen Statisten im Eupener Kehrwegstadion produziert.
„Ich hoffe auf das Mitleid des Publikums“
Bei Linus’ Talentprobe wird es die Nummer in der Live-Version geben. „Ich weiß, dass ich nicht singen kann. Deshalb hoffe ich auf das Mitleid des Publikums. Außerdem will ich den anderen Talenten auch nicht die Show stehlen“, sagt die TV-Größe. Noch weiß er nicht, was ihn am 11. September im Tanzbrunnen erwarten wird. „Ich habe schon viel von dieser berühmt-berüchtigten Show gehört und bin gespannt“, sagt Waldi.
Beim Köln-Besuch schaute sich der Fernseh-Trödler auch in Linus’ Geschäft Königslust in der Severinstraße um. „Ich habe von Waldi vor vielen Jahren eine mechanische Goethe-Figur gekauft, die sich verbeugen kann“, erinnert sich der Entertainer. Waldi hatte dafür einst 1200 Euro bezahlt, für 1800 Euro ging sie dann an seinen Kölner Kollegen.
Einen Kauf bereut der „Bares für Rares“-Experte hingegen bis heute noch. „Ich habe mal eine handkolorierte, historische Weltkarte für 7800 Euro erworben. Die liegt seit sechs Jahren bei mir herum. Für das Geld hätte ich besser 100 Kommoden gekauft“, sagte er beim Gespräch.

Sie können es kaum erwarten und packen schon mal beim Aufbau mit an. Linus und sein Kunsthändler-Kumpel Waldi freuen sich auf den 11. September 2026.
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Im Gegensatz zu seinem Kollegen Linus, der besondere Stücke am liebsten behält, ist Waldi im Beruf entspannter. „Wenn du als Antikhändler Erfolg haben willst, darfst du selbst nicht sammeln. Ich trenne mich gerne von Sachen“, sagt er.
Der Kunsthändler denkt momentan ohnehin lieber an seine Ausflüge ins Musikgeschäft. Neben dem Auftritt bei der Talentprobe hat er auch einen neuen Titel produziert, mit dem er den Wirbel um „Layla“ toppen will. Der „Rettich-Song“ ist voller zweideutiger Anspielungen.
„Jetzt gehe ich die Sache entspannter an“
An Weiberfastnacht hat er den schon mal vor Publikum in Essen getestet, die Resonanz sei gigantisch gewesen. „Ich wollte ein Lied, das auf jeden Fall verboten wird. Und da ‚Waldis Welt‘ im kommenden Jahr auf Mallorca produziert wird, passt solch ein Song wunderbar zum Ballermann.“
Doch vorher geht’s zur Talentprobe. „Früher habe ich öfter auf unserem Sommerfest in der Eifel gesungen. Als ich meinen ersten Auftritt auf einem Rheinschiff vor richtig viel Publikum hatte, hatte ich Bammel. Aber jetzt gehe ich die Sache entspannter an. ‚Bodo Ballermann‘ wird mich schon retten“, ist sich Waldi sicher.