Zum 15-jährigen Bestehen hat Lupo ein großes Konzert in Köln gegeben und das neue Album „Unjeckbar“ veröffentlicht.
Kölschrockband feiert Jubiläum15 Jahre Lupo – Konzert in Köln und neues Album „Unjeckbar“

Mit einem großen Jubiläumskonzert feierte Lupo am Samstagabend (10. Oktober 2026) das 15-jährige Bestehen.
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Seit 15 Jahren gibt es die Kölschrockband Lupo, und am Samstagabend (10. Oktober 2026) hat sie dieses Jubiläum gefeiert. Schauplatz der großen Show war das Carlswerk Victoria in Köln.
Auf der Bühne standen auch einige Gäste: Nici Kempermann, Frontfrau von Kempes Feinest, die Bordkapelle der StattGarde Colonia Ahoj und die Palm Beach Girls. Außerdem kamen mit Yannick Weingartz, Kai Mathias und Pedro Sion Schädel drei frühere Mitglieder von Lupo dazu.
Viertes Studioalbum „Unjeckbar“ zum Lupo-Jubiläum
Rechtzeitig vor dem Konzert war „Unjeckbar“ erschienen, das vierte Studioalbum der Band. Im Gespräch mit EXPRESS.de schilderte Frontmann „Nikkes“ von Styp, wie es entstanden ist: „Bei unserem ersten Treffen nach der Session hatten wir 27 Songideen. Uns war sofort klar, dass daraus ein neues Album entstehen muss. Viel schwieriger war es, zu entscheiden, welche Songs auf das Album kommen und welche vorerst in der Schublade landen.“ Und weiter: „Jetzt können wir endlich zeigen, dass wir Lupo nicht nur pflegen, sondern auch weiterentwickeln.“
Auf der neuen Platte trifft der für Lupo typische Klang aus Geige und Posaune auf moderne Beats, die frischen Wind in die kölsche Musikszene bringen. Tanzbare Stücke wechseln sich mit nachdenklichen und romantischen ab. So spiegelt das Album wie eine musikalische Reise eindrucksvoll wider, wie sich die einstige Schulband entwickelt hat.
Ihren Anfang nahm die Geschichte 2011 an der Liebfrauenschule in Köln. Nur Karnevalslieder nachzuspielen, reichte den fünf Freunden nicht – sie wollten selbst kölsche Songs schreiben. Den ersten großen Erfolg feierten sie 2012 mit dem Förderpreis von „Loss mer singe“.
Von Beginn an unterschied sich Lupo durch Geige (Benni Landmann) und Posaune (Alexander Lemke) von anderen kölschen Bands. Zu den Liedern der Gruppe gehören „Jespenster“, „För die Liebe nit“, „Claudia“, „Loss jonn“ und „Mih als Zehuss“, zuletzt kamen „Minsche der Stadt“ und der „FastelovenDJ“ hinzu.

Lupo-Frontmann Nico „Nikkes“ von Styp beim Konzert im Carlswerk Victoria.
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Leicht waren nicht alle Phasen: In den 15 Jahren hat die Band bereits zwei Mal den Frontmann gewechselt, „Nikkes“ von Styp ist schon der dritte. „Die Wechsel waren jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung. Wir hatten jedoch das Glück, dass die neuen Mitglieder hervorragend angenommen wurden und sich schnell eine positive Dynamik in der Band entwickelte“, sagt Benni Landmann.
Enttäuschte Fans habe es selbstverständlich auch gegeben. „Wenn man eine Band mag, ist es niemandem recht, wenn ein Mitglied aufhört. Größere negative Auswirkungen hatten wir jedoch nicht zu spüren bekommen. Daher sind wir dankbar für jedes Kapitel unserer Bandgeschichte, das wir erleben durften.“

Die ehemaligen Lupo-Mitglieder Kai Mathias (oben links) sowie Yannick Weingartz (unten links) und Pedro Sion Schädel (unten rechts) waren ebenfalls zu Gast.
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Als Neulinge in der Szene sieht sich Lupo längst nicht mehr. Der Sänger zeigt sich überzeugt: „Wir sind froh, wie es gerade läuft. Klar, mehr geht immer, aber wir freuen uns jetzt erst mal auf die kommende Session und darauf, dass wir endlich den Jecken unsere neue Sessionsnummer ‚POV Kamelle‘ präsentieren können. Am liebsten würden wir alle neuen Songs im Karneval spielen. Mal schauen, wie wir das alles in 25 Minuten Auftrittszeit packen können. Ich glaube, es wird das neueste Lupo aller Zeiten. Das lässt uns auch im Hinblick auf die Zukunft sehr optimistisch blicken.“
Die 15 neuen Titel des Albums stehen unter dem Leitgedanken: Niemand ist unjeckbar. Daran hat Nikkes keinen Zweifel: „Wir sind uns nicht nur sicher, sondern wir wissen, dass in jedem Menschen auf dieser Welt ein kleiner Jeck steckt, gewissermaßen ein kleiner Kölscher. Den muss man nur aktivieren und dann kann sich niemand mehr gegen die schönen Seiten unseres geliebten Fastelovends wehren.“

Die Bordkapelle der StattGarde Colonia Ahoj war ebenfalls zu Gast beim Lupo-Geburtstag.
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Bei der großen Geburtstagsshow wurde eindrucksvoll deutlich, wie sich die Band in den zurückliegenden drei Jahren entwickelt hat. Ob Stücke vom neuen Album, bekannte Klassiker oder neu arrangierte Lieder – das Publikum zeigte sich begeistert.
„Wir blicken heute Abend zurück, bleiben aber nicht stehen. Seit der vergangenen Session haben wir hart gearbeitet und freuen uns, endlich zeigen zu können, wie wir uns weiterentwickelt haben“, sagt Nikkes stolz. Benni Landmann gab den Fans noch etwas mit auf den Weg: „Wir wünschen euch allen eine fantastische Session. Habt viel Spaß mit unseren neuen Liedern, aber feiert friedlich und respektvoll.“ (red)