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Mehr AußenplätzeStadt Köln hilft Wirten nun doch schnell

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In einigen Außenbereichen sitzt man zwangsläufig dicht gedrängt.

Köln – Nach dem Protest der Wirte hat der Stadtdirektor die Angelegenheit zur Chefsache gemacht. Wie berichtet hatten Gastronomen gefordert, unbürokratisch zusätzliche Terrassenplätze etwa auf Parkstreifen einrichten zu dürfen. Obwohl es einen politischen Beschluss dazu gab, passierte zunächst nichts. „Wir haben noch nicht mal eine Reaktion bekommen“, teilte die Interessengemeinschaft IG Gastro mit. Auf Anfrage der Rundschau erklärte die Stadt noch diese Woche, sie komme angesichts der Masse der Anträge nicht nach.

Vereinfachtes Verfahren erstellt

Bezirksbürgermeister Andreas Hupke war entsetzt. Stadtdirektor Stephan Keller setzte daraufhin am Dienstag ein kurzfristiges Treffen im Rathaus an, mit der IG Gastro und dem Branchenverband Dehoga. Ergebnis: ein vereinfachtes Verfahren für die Genehmigung zusätzlicher Plätze. Anhand einer Checkliste können Gaststättenbetreiber nun selbst erklären, ob die Fläche für die Erweiterung geeignet ist.

Darin müssen sie einen Lageplan und ein Foto anfügen und unter anderem angeben, ob Mindestabstände zum Geh- oder Radweg eingehalten werden, ob die Fläche direkt vor dem Ladenlokal und in einer Tempo-30-Zone liegt. Werden alle Fragen positiv beantwortet, sollen die Antragsteller innerhalb eines Tages einen Bescheid bekommen. Die Ausnahmeregelungen gelten bis zum 31. Oktober 2020.

Als einer der ersten profitiert das Brauhaus Johann Schäfer von der Regelung. 24 Stunden dauerte es bis die Genehmigung da war, nun können die Betreiber des Südstadt-Lokals zwei Parkplätze vor der Tür nutzen. „Das hilft uns sehr“, sagt Betreiber Til Riekenbrauk mit Blick auf die Sonnentage und das lange Wochenende.