Köln – Mit einer großangelegten Kampagne informiert die Stadt Köln ab sofort über die Europawahl am Sonntag, 26. Mai. 6600 ehrenamtliche Wahlhelfer werden für die ordnungsgemäße Durchführung benötigt. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Um genug Freiwillige zu finden, wird das Thema in nächster Zeit auf Plakatwänden und Gratispostkarten präsentiert und intensiv im Internet beworben. Man werde aber auch in die Schulen gehen, um gezielt Erstwähler anzusprechen, erklärte Stadtdirektor Stephan Keller. „Es geht uns nicht nur darum, genug Wahlhelfer zu finden, sondern auch, dass möglichst viele Menschen wählen gehen.“ Wahlen seien das Fundament der Demokratie, und angesichts der Bedeutung, die Europa habe, sei es wichtig, dass die Menschen ihre Stimme abgeben. 741.000 Kölner sind wahlberechtigt, 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 53,2 Prozent.
Stadt zahlt erstmals eine Werbeprämie
Im Vergleich zu früher wurde das Informationsangebot erheblich ausgeweitet. Keller sprach von einem „Quantensprung“. Fragen zur Europawahl können Bürger telefonisch (0221/221-34567) oder per E-Mail an wahlamt@stadt-koeln.de stellen. Auf den Internetseiten der Stadt kann man sich im Detail über die Wahl schlau machen. Am Wahltag wird als Pilotversuch erstmals ein Chat-Support für Wahlhelfer angeboten.
Sich aktiv an Demokratie zu beteiligen, ist nicht das einzige Argument, mit dem die Stadt Helfer gewinnen will. Auch das so genannte „Erfrischungsgeld“, das die ehrenamtlichen Kräfte erhalten, wurde angehoben – von 40 auf 50 Euro. Wahlvorstehende und Schriftführer bekommen jetzt 70 statt 60 Euro. Sie benötigen eine zweieinhalbstündige Schulung, für die Teilnahme gibt es 50 Euro. Die Beträge seien ein Zeichen der Wertschätzung für die Ehrenamtler und keine Vergütung, betonte Keller. Wer einen neuen Wahlhelfer wirbt, kann eine Werbeprämie von 30 Euro kassieren. (fu)
