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Mehr Sicherheit vor SchulenKöln kommt nur in kleinen Schritten voran

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Schulstraße in der Lindenbornstraße (Vincenz-Statz-Grundschule) im Jahr 2023

Schulstraße in der Lindenbornstraße (Vincenz-Statz-Grundschule) im Jahr 2023

Die Stadt sieht an rund 180 Schulstandorten Potenzial für Schulstraßen. Doch wegen knapper personeller Ressourcen werden voraussichtlich nur zwei bis drei Projekte pro Jahr umgesetzt.

Die Stadt Köln will weitere Schulstraßen einrichten, kommt beim Ausbau aber nur langsam voran. Wie aus einer Mitteilung der Verwaltung hervorgeht, wurden inzwischen rund 300 Schulstandorte auf ihre Eignung geprüft. An etwa 180 Schulen wären die zeitweisen Straßensperrungen für den Autoverkehr zu Schulbeginn und Schulende grundsätzlich möglich. Vorrang sollen dabei Grundschulen berücksichtigt werden. 

Drei weitere Schulstraßen ab September

Für drei Standorte – Lochnerstraße (Innenstadt), Kretzerstraße (Nippes) und Horststraße (Mülheim) – laufen bereits die notwendigen Verfahren. Die Umsetzung soll zum Schuljahresbeginn 2026/27 im September erfolgen. Darüber hinaus werden derzeit 14 weitere Standorte detailliert geprüft: Balthasarstraße und Gilbachstraße (Innenstadt), Otterweg und Stenzelbergstraße (Lindenthal), Altonaer Straße und Steinberger Straße (Nippes), Adolph-Kolping-Straße und Kupfergasse (Porz), Andreas-Hermes-Straße, Kapitelstraße und Volberger Weg (Kalk) sowie Diependahlstraße (Mülheim). Auch für die Grundschule an der Gutnickstraße in Chorweiler sieht die Verwaltung grundsätzlich Potenzial, will den Standort aber erst nach Abschluss der laufenden Sanierung vertieft betrachten.

Als größtes Hindernis für einen schnelleren Ausbau nennt die Stadt den Personalmangel. Die Einrichtung einer Schulstraße dauert nach Angaben der Verwaltung derzeit im Regelfall rund zehn Monate und erfordert ein aufwendiges Verfahren mit Beteiligung von Anwohnern und Politik. Weil zusätzliche Stellen bislang nicht geschaffen wurden, rechnet die Verwaltung aktuell damit, stadtweit lediglich zwei bis drei neue Schulstraßen pro Jahr umsetzen zu können. Obwohl geprüft wird, ob sich Schulstraßen künftig schneller über das Verkehrsrecht anordnen lassen, erwartet die Stadt daraus derzeit keinen wesentlichen Zeitgewinn.

Derzeit gibt es vier Schulstraßen in Köln, die sich an der Vincenz-Statz-Grundschule in Ehrenfeld (Lindenbornstraße), der Maria-Montessori-Schule in Ossendorf (Am Pistorhof), der Rosenmaarschule in Höhenhaus (Am Rosenmaar, Heidenrichstraße) und an der Gundschule Diesterwegstraße in Brück (Fritz-Schu-Straße und Diesterwegstraße) befinden. Die Initiative Kidical Mass mahnt den zügigen Ausbau von Schulstraßen an und nennt dabei Paris als Vorbild. In der französischen Hauptstadt gebe es bereits 180 Schulstraßen, die 230 Bildungseinrichtungen einbeziehen.