Messeparkhaus3200 Parkplätze an der Zoobrücke

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Wie eine Schlange windet sich das neue Messerparkhaus an der Stadtautobahn entlang. Neben den funktionalen Eigenschaften wurde großer Wert auf die Optik gelegt.

Köln – Die Fläche wird dominiert von Beton, Rampen und dem Blick auf die Stadtautobahn. Seit Kurzem ist Staub als wesentliches Element dazugekommen. Die Bodenarbeiten für das Messeparkhaus Zoobrücke, das Ende 2017 Raum für 3260 Fahrzeuge bieten soll, haben bereits begonnen. Gestern wurde der Grundstein für das 27-Millionen-Euro-Projekt auf dem Parkplatz 22 gelegt. Der geschwungene Bau soll neben der schnöden Parkfunktion auch Blickfang sein.

„Im Sommer 2017 sollen die ersten 2000 Parkplätze den Besuchern der Gamescom und der Anuga zur Verfügung stehen“, kündigte Messechef Gerald Böse an. Im Hintergrund glitzerte ein riesiges Viereck silbern in der Sonne. Das Muster für die Schmuckfassade zur Zoobrücke hin besteht aus gelochten Metallschuppen. Zur Bahnseite hin wird die Fassade begrünt, damit das Bauwerk weniger massig wirkt, wie Architekt Wilhelm Schulte ausführte.

Gut gefüllter Grundstein: Messe-Chef Gerald Böse (2.vr.) vor der Baustelle. Im Hintergrund ist das Muster der neuen Fassade zu erkennen.

Das Parkhaus besteht aus zwei Gebäuden, die über Rampen verbunden sind, sie haben eine Kantenlänge von 300 und 230 Metern. Die Pkw werden auf fünf Geschossen und fast 100 000 Quadratmetern Fläche untergebracht. Das Parkhaus ist 18 Meter hoch und wird an den Pfälzischen Ring und die Stadtautobahn angebunden. Im Erdgeschoss ist eine Logistikfläche für Lkw vorgesehen.

Entstehen wird „eines der größten und modernsten Parkhäuser Deutschlands“, sagte Schulte. Es wird vorerst nur Messebesuchern zur Verfügung stehen. Ob es außerhalb der Termine auch für die Öffentlichkeit freigegeben wird, ist noch nicht entschieden. Sicher ist, es ist nur der Startschuss zu einer Reihe von Großbauten, die im Rahmen der Kölnmesse 3.0 entstehen werden. Ein Investitionsprogramm in Höhe von 600 Millionen Euro soll die Messe zukunftssicher machen. Lob gab es von Messe-Chef Böse für die Stadtverwaltung, die es geschafft habe, die Baugenehmigung während der Sommerferien auszustellen.

Es wird die umliegenden Straßen vom Verkehr erheblich entlasten

Ein wenig Eigenlob schwang mit, als Fernando Kochems, Chef der Deutschen Industrie- und Parkhaus GmbH, die das Projekt ausführt, beschrieb, dass es innerhalb von nur sechs Wochen gelungen sei, einen fast genehmigungsfähigen Plan vorzulegen – und das zum Festpreis.

Für Architekt Schulte war die Planung eine „ganz besondere Aufgabe“. Schließlich galt es, ein Entree für Köln zu entwerfen, das nunmehr einen „Rahmen für den Blick vom Rechtsrheinischen auf den Dom liefere“. In der Summe wird für Schulte ein „fast poetisches Parkhaus“ entstehen. Das mag etwas hochgegriffen sein, tatsächlich aber strahlen die Entwürfe eine überraschende Leichtigkeit aus. Noch wichtiger als die Optik wird für das Umfeld die Aufnahmefähigkeit des Bauwerks sein. Denn es wird die umliegenden Straßen vom Verkehr erheblich entlasten.

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