„Wertet das Quartier weiter auf“Anwohner gärtnern in Köln-Mülheim jetzt im Gemeinschaftsgarten

Lesezeit 2 Minuten
An der Ulitzkastraße entsteht auf einer Fläche von 220 Quadratmetern unter Anleitung von Akiro Hellgard (Mitte) ein Nachbarschaftsgarten. Foto: Marius Henne

An der Ulitzkastraße entsteht auf einer Fläche von 220 Quadratmetern unter Anleitung von Akiro Hellgard (Mitte) ein Nachbarschaftsgarten. Foto: Marius Henne

In der Stegerwaldsiedlung entsteht ein 220 Quadratmeter großer Nachbarschaftsgarten. Er soll unter anderem das Miteinander in der Siedlung fördern. 

In der Stegerwaldsiedlung können die Anwohner künftig vor ihrer eigenen Haustür gärtnern. An der Ulitzkastraße entsteht auf Initiative der Sozialraumkoordination Buchforst/Mülheim Süd ein 220 Quadratmeter großer Nachbarschaftsgarten. Etwa 70 am Gärtnern Interessierte kamen zu einem Eröffnungsfest, bei dem ein von der Bürgerstiftung Köln gespendeter Apfelbaum gepflanzt wurde.

„Gestern haben wir mithilfe von Jugendlichen des benachbarten Internationalen Bunds die ersten sieben Kubikmeter Mutterboden ausgebracht, der per LKW aus dem Bergischen Land herangeschafft worden war“, berichtet Sozialraumkoordinator Marius Henne. Später sollen weitere Fuhren mit insgesamt 50 Kubikmetern Erde folgen und auf der Fläche verteilt werden.

Die Fläche für den Garten wurde von der größten Vermieterin in der Siedlung, dem Wohnungsunternehmen Dewog, zur Verfügung gestellt. „Diese hat auch einen Großteil der Finanzierung übernommen“, betont der Sozialraumkoordinator.

Die Bürgerstiftung Köln spendete dem Nachbarschaftsgarten einen Apfelbaum.

Die Bürgerstiftung Köln spendete dem Nachbarschaftsgarten einen Apfelbaum.

Die Anwohner werden bei ihrem Vorhaben tatkräftig von dem Dokumentarfilmer und Gartentrainer Akiro Hellgard unterstützt, der vom Netzwerk Lernende Region finanziert wird. Er arbeite Ideen für den Garten aus und leitet die Beteiligten bei Bau, Bepflanzung, Pflege und Ernte an. Henne: „Doch entscheiden die Hobbygärtner selbst, was sie anbauen wollen.“

Henne sieht das gemeinsame Gärtnern als Möglichkeit, die Bewohner der Siedlung mehr miteinander bekannt zu machen und zu vernetzen: „Darüber hinaus wertet die Anlage das Quartier weiter auf, bringt die Themen Gesundheit und Ernährung ins Gespräch.“ Auch würde das nachbarschaftliche Miteinander gefördert, die diversen Kulturen der Bewohner zusammengebracht.

Für Henne hat das Vorhaben auch in Bezug auf die Siedlung insgesamt Bedeutung: „Besonders interessant ist die Lage im Herzen der Stegerwaldsiedlung, da sich in 50 bis 150 Metern Umkreis drei Familienzentren und eine Jugendeinrichtung befinden.“ Auch den Kreis der Nutzer sei breit angelegt. Er sieht Familien, Jugendliche, Besucher des benachbarten Seniorentreffs, der in der Siedlung beheimateten Demenz-WG „Vergissmeinicht“ sowie interessierte Einrichtungen und Vereine aus dem Mülheimer Süden als Zielgruppe.

Neben den bereits Genannten erhält das Vorhaben weitere Unterstützung durch das AWO-Begegnungsprojekts im Quartier und der Volkshochschule.

Nachtmodus
Rundschau abonnieren