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„Dabei waren wir uns immer so nah“Mülheimerin veröffentlicht Buch über drei Freundinnen in Köln

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Die Mülheimerin Jette Kötschau hat ihren Debütroman „Dabei waren wir uns immer so nah“ veröffentlicht.

Die Mülheimerin Jette Kötschau hat ihren Debütroman „Dabei waren wir uns immer so nah“ veröffentlicht.

Jette Kötschau hat „Dabei waren wir uns immer so nah“ veröffentlicht. Ein Roman über Freundschaft und das Gefühl, in den 30ern verloren zu sein.

Es geht um drei Freundinnen in Köln, die versuchen, mit Anfang 30 in ihrem Leben zurechtzukommen, sich selbst und einander verlieren und vielleicht auch wiederfinden. Es geht um Freundschaft, Frau-Sein, Mutter-Sein oder Nichtsein. Um komplexe Beziehungen und Emotionen. Begleitet werden Leserinnen und Leser dabei durchgehend von einem Gefühl, das eine Mischung aus Vermissen, Melancholie und Hoffnung ist. 

„Dabei waren wir uns immer so nah“ ist der Debütroman von Jette Kötschau aus Köln-Mülheim und erzählt sanft, penibel und einfühlsam von Merle, Katharina und Henri, die eigentlich seit dem Studium in ihren frühen 20ern eng befreundet sind. Merle ist frisch Mutter geworden und mit ihrer neuen Rolle überfordert, vor allem, weil die Arbeitsaufteilung mit ihrem Mann nicht so ausgeglichen ist, wie sie es sich beide gewünscht hätten.

Köln-Mülheim: Jette Kötschau veröffentlicht Debütroman

Katharina wiederum wünscht sich sehnlichst ein Kind, das ihr langjähriger Freund jedoch nicht haben möchte, und fragt sich deshalb: „War ein neuer Mensch es wert, diesen, den es schon gab, aufzugeben?“ Und Henri begleitet ihre Großmutter, der sie als Kind sehr nahegestanden hatte, in den Tod und versucht dann, den Verlust zu verarbeiten. 

Alle drei Frauen scheinen unterschiedliche Varianten von Einsamkeit zu begleiten. Während sie in verschiedenen Lebensrealitäten gelandet sind, haben sie sich entfremdet und wissen nicht so richtig, wie sie wieder zueinanderfinden können. „Früher waren ihre Treffen ohne Anfang und ohne Ende gewesen. Die Tage und die Jahre waren ineinander übergegangen“, schreibt Kötschau und folgt in ihrer Erzählung der Frage, ob es wieder werden kann wie damals und ob es das muss. 

Das Cover des Romans „Dabei waren wir uns immer so nah“, erschienen im Rowohlt Verlag.

Das Cover des Romans „Dabei waren wir uns immer so nah“, erschienen im Rowohlt Verlag.

Mülheimerin schreibt Buch über Freundschaft und das Frau sein

Ihre Protagonistinnen sind komplexe Frauen, die Fehler machen, unvollkommen sind, teils ungerecht kommunizieren und in ihren eigenen Gedanken und Gefühlen verloren sind. Die meisten Leserinnen und Leser werden sich in einer, zwei oder allen drei Figuren wiederfinden können, mit ihnen mitfühlen und sie manchmal schütteln wollen. Und auch Nebencharaktere stechen heraus, sind tiefgründig und beflügeln die Geschichte.

Obwohl die Freundschaft zwischen den drei Frauen über dem gesamten Roman schwebt, bekommt man ihre Freundschaft großteils nur aus nostalgischen Erinnerungen mit. Sie ist der rote Faden, der sich durch die Erzählung zieht und den Wunsch erweckt, mehr von ihnen gemeinsam zu lesen. Und auch das Thema Mutterschaft beschäftigt alle drei Frauen in unterschiedlicher Form.

Durch empathische und sanfte Sprache wird deutlich, dass keine der Einstellungen richtig oder falsch, besser oder schlechter ist und sie nebeneinander existieren können. Jette Kötschau verwebt dabei alltägliche Beobachtungen mit emotional aufgeladenen Zustandsbeschreibungen und lässt immer wieder feministische Perspektiven subtil, aber wirkungsvoll einfließen.


Der Roman „Dabei waren wir uns so nah“ ist am 17. Juli bei Rowohlt Kindler erschienen und als Hardcover für 24 Euro erhältlich. Am 1. Oktober wird Jette Kötschau ab 19.30 Uhr in der Buchhandlung Manulit, Limburger Straße 37, in der Neustadt Nord aus ihrem Debütroman lesen. Tickets gibt es für 16,50 Euro auf rausgegangen.de.