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„Schwimmen macht Spaß“Jugendliche sprühen Kunstwerk an Genovevabad in Mülheim

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Das fertige Graffiti am Genovevabad in Mülheim

Das fertige Graffiti am Genovevabad in Mülheim

Unter Anleitung des Graffiti-Künstlers Raphael Mohr haben Jugendliche einen Teil der Außenfläche des Genovevabads in Mülheim besprüht.

Konzentriert sprüht die zehnjährige Marija am Dienstagnachmittag gelbe Farbe an die Außenwand des Genovevabads in Köln-Mülheim. Zuerst hat sie die Konturen der Schwimmreifenente gesprüht, dann füllt sie diese aus. Parallel sprühen weitere Jugendliche an anderen Stellen und machen die Fläche bunt. Schlussendlich entsteht so der Schriftzug „Schwimmen macht Spaß“. In den Buchstaben S, P, A und ß sind unterschiedliche Motive wie ein Sprungturm, eine Schwimmnudel und eine Schwimmbrille integriert. 

„Die Motivideen kommen von den Kids“, erzählt Raphael Mohr. Der Graffiti-Künstler hat den Schriftzug designt und hilft den Jugendlichen nun, das Kunstwerk an die Wand zu bringen. „Wir haben eben ein paar Grundlagen besprochen, wie dass man die Formen immer erst außen begrenzt, aber ansonsten geht es darum, dass die Kids kreativ werden und Spaß haben“. 

Ein Mädchen mit langem, dunklem Haar hält eine Sprühdose. Sie arbeitet damit an einem Wandbild, eine gelbe Quietsche-Ente entsteht.

Unter Anleitung des Graffiti-Künstlers Raphael Mohr haben Jugendliche einen Teil der Außenfläche des Genovevabads besprüht.

Köln-Mülheim: Genovevabad wird mit Graffiti verschönert

Mohr wurde Anfang des Jahres von Kölnbäder mit einem Graffiti anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Genovevabads beauftragt. Das Bild von schwimmenden Menschen prangt seit einiger Zeit an der Wand. In dem Zuge sei die Idee aufgekommen, dass ein weiteres Graffiti mit Jugendlichen aus dem Stadtteil entstehen könnte. Zumal Mohr im April ohnehin einen Workshop am August-Bebel-Haus angeboten hatte. 

„Wir finden das eine super Sache“, sagt Judith Jussenhofen von Kölnbäder, „das Genovevabad ist ein Bad, das eigentlich alle Kinder in Mülheim spätestens zum Schwimmunterricht kennenlernen, und es ist eine Begegnungsstätte für den Stadtteil. Da ergibt es Sinn, dass Kinder und Jugendliche es verschönern“.

Graffiti am Genovevabad stammt von Jugendlichen aus Köln-Mülheim

Und so haben Jugendliche, die regelmäßig in die Awo-Jugendeinrichtung August-Bebel-Haus gehen, zusammengetragen, was für sie das Genovevabad ausmacht. „Ich finde es richtig schön, dass wir Jugendlichen mitmachen können“, sagt der 15-jährige Liland begeistert, während er den blauen Hintergrund des Graffitis sprüht. „Es ist eine coole Erfahrung, vor allem an einem so öffentlichen Ort, wo es alle sehen können.“

Während das Motiv Form annimmt, laufen die Jugendlichen immer wieder zu Raphael Mohr und fragen, welche Farbe die richtige ist, was sie als Nächstes machen sollen und ob er helfen kann. Mohr hilft geduldig und motiviert sie immer wieder, selbst zu entscheiden und auf das Vorbild zu gucken. „Ich finde es wichtig, dass meine Arbeit einen größeren Wert als die Kunst selbst hat“, betont der Graffiti-Künstler. „Es macht die Kids glücklich, fordert sie und zeigt ihnen, dass sie was kreieren können“.

Im Anschluss zieht er dann die Linien nach, um dem Bild einen Feinschliff zu geben, aber es soll von den Jugendlichen sein. „Ich finde es richtig cool, dass Raphael uns eingeladen hat. Es passiert nicht jeden Tag, dass man sowas machen kann, und es macht richtig Spaß, kreativ zu sein und was Neues zu lernen“, sagt Marija und sprüht dann den orangefarbenen Schnabel der Schwimmreifenente aus.