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Nach dem FCAS-AusAcht deutsche Firmen schmieden Allianz für neuen Kampfjet

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FCAS

So sollte der neue Kampfjet eigentlich aussehen - doch nach dem FCAS-Aus schließen sich Unternehmen zu neuen Kooperationen zusammen. (Archivbild)

Nach dem Aus für das Rüstungsprojekt FCAS wollen acht deutsche Firmen einen Nachfolger entwickeln. Auch ein Kölner Standort ist dabei.

Nach dem Aus für das deutsch-französische Rüstungsprojekt FCAS wollen acht deutsche Unternehmen einen Nachfolger entwickeln. Mit dabei ist auch eine Firma mit Standort in Köln.

Als Reaktion auf das Ende des deutsch-französischen Kampfflugzeug-Projekts FCAS hat sich ein Bündnis aus acht deutschen Rüstungsfirmen zur Entwicklung eines Nachfolgers gebildet. Unter der Bezeichnung „Team Gen 6“ beabsichtigen die Wehrtechniksparte von Airbus, MTU, Hensoldt, MBDA, Autoflug, Diehl Defence, Liebherr sowie Rohde und Schwarz, das in Köln einen Betrieb unterhält, die Konzeption eines neuen Kampfflugzeugs.

„Wir dürfen keine Zeit verlieren, müssen von deutscher Seite Verantwortung übernehmen sowie Handlungsfähigkeit zeigen und den Weg zu einem luftgestützten vernetzten Waffensystem mit einem starken Führungsanspruch konsequent weiter beschreiten“, geht aus einem strategischen Positionspapier der Konzerne hervor. Das Dokument wurde während der ILA (Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung) in Berlin vorgestellt.

Auch spanische Industrie schmiedet Bündnis

In einer Pressemeldung unterstrichen die Firmen außerdem ihre Absicht zur internationalen Kooperation. „Eng verzahnt mit den deutschen Partnern formiert sich auch die spanische Industrie mit den Unternehmen Indra, Airbus Defence and Space, Grupo Oesia, GMV, ITP und Sener“, wurde in der Verlautbarung mitgeteilt.

Hintergründe zum gescheiterten Milliarden-Projekt

FCAS ist die Abkürzung für „Future Combat Air System“. Eine Vereinbarung zwischen Deutschland und Frankreich aus dem Jahr 2017 sah die gemeinsame Entwicklung eines hochmodernen Kampfflugzeugs vor. Das Projekt kam jedoch nach langwierigen Verhandlungen zu einem Ende, da zwischen den beteiligten Firmen Dassault und Airbus keine Einigung erzielt werden konnte. Wie Bundeskanzler Friedrich Merz am Mittwoch auf der ILA erklärte, wird mit der „Combat Cloud“ ein Teilbereich von FCAS fortgesetzt, der für die Vernetzung unterschiedlicher Waffensysteme zuständig ist. Mit dem gemeinsamen Jet sollten in Deutschland der Eurofighter und in Frankreich die Rafale-Flugzeuge ersetzt werden.

Der weitere Verlauf im Detail ist derzeit noch ungewiss. Es gilt als die wahrscheinlichste Variante, dass das „Team Gen 6“ und die spanischen Partner eine Kooperation mit Saab Gripen, einem schwedischen Hersteller, anstreben werden. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.