Rund vier Wochen nach den Ausschreitungen am Barbarossaplatz hat die Kölner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Randalierer eingestellt. Dies bestätigte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn. Es sei nicht gelungen, die Straftaten konkreten Personen zuzuordnen. „Wir haben keine belastbaren Beweise“, sagte Willuhn der Rundschau.
Mehr als 30 Randalierer waren an den Verkehrsknotenpunkt von der Polizei vorläufig festgenommen worden, nachdem sie durch Straßen in der Innenstadt gezogen waren. Die Randalierer warfen unter anderem Knallkörper und Rauchbomben auf Streifenwagen und auf Stadtbahnen.
Die Randalierer forderten eine Aufhebung der Ausgangssperre in Köln und forderten außerdem lautstark den Erhalt des Autonomen Zentrums , teilte die Polizei mit. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Randalierer aus dem Umfeld des AZ kommen. Die vorwiegend schwarz gekleideten Frauen und Männer waren am 17. April gegen 20 Uhr über die Luxemburger Straße in Richtung Innenstadt bis hin zum Barbarossaplatz gezogen. Sie hatten dabei auch Schaufenster beschmiert und Warnbaken auf Straßen und Schienen geworfen. Gegen die Beschuldigten wurde anfangs wegen Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung ermittelt, berichtete die Polizei weiter. (ta)

