Auf der Baustelle der neuen Schaugewächshäuser in der Flora gibt es den nächsten Rückschlag. Die Heizungsbaufirma, die mit der Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der technischen Anlagen im Bereich Heizung und Sanitär beauftragt war, hat Insolvenz angemeldet. Zwar seien bereits 80 Prozent der Arbeiten abgeschlossen, so die Stadt Köln. Doch derzeit sei offen, „inwieweit die Restarbeiten und die Inbetriebnahmen durch eine andere Firma sichergestellt werden können, damit die richtigen Bedingungen für den Einzug der Pflanzen vorherrschen“.
Ursprünglich sollten die Gewächshäuser diesen Monat an die Stadt übergeben und Anfang 2023 für Besucher geöffnet werden. Doch es gab Lieferprobleme bei der Gebäudetechnik, die dazu führten, dass sich die Eröffnung auf das vierte Quartal 2023 verschob (wir berichteten).
Nun gerät eventuell auch dieser Termin ins Wanken. Sollte nicht bald eine Ersatzfirma gefunden werden, können die Glashäuser möglicherweise erst 2024 öffnen. Was die Insolvenz für den Zeitplan bedeute, kann laut Stadt „noch nicht abschließend beurteilt werden“. Das Problem ist, dass die empfindlichen Tropenpflanzen nur im Frühjahr und Sommer eingepflanzt werden können und danach sechs Monate Anwachszeit benötigen. Vor dem Umpflanzen muss die Technik zur Steuerung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit drei Monate im Probebetrieb getestet werden. (fu)

