Köln – Der Verwaltungsausschuss des Stadtrats hat auf Antrag von Grünen, CDU, SPD, Linke und Volt die Stadt beauftragt, ihre Richtlinie für die Benennung von Straßen und Plätzen zu überarbeiten. Ziel ist, dass künftig mehr Straßen und Plätze nach Frauen benannt werden.
Bisher seien Männer hier überrepräsentiert. Zudem soll eine Umbenennung von Straßennamen mit Bezug zur Kolonialgeschichte ermöglicht werden. Nach Angaben des Kölner Frauengeschichtsvereins sind jedoch nur auf zehn bis elf Prozent der Straßenschilder Frauennamen.
Seit Jahren seien Straßen in Köln bekannt, deren Namen koloniales Unrecht „weiterhin heroisieren oder verharmlosen“ oder „Personen ehren, die Kolonialverbrecher waren“. (fu/lsc)
