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Wohntürme am ColoniusStadt fordert Reduzierung am 128,5 Meter hohen Haus

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Der 266 Meter hohe „Colonius“ prägt Kölns Skyline.

Köln – Aus zwei mach eins: Die angedachten zwei Hochhäuser mit mehreren hundert Wohnungen neben dem 266 Meter hohen Kölner Fernsehturm „Colonius“ müssen neu geplant werden. Der Investor, die Parkview Köln GmbH, will statt zwei Türmen (94 und 63 Meter hoch) nur noch ein Hochhaus (128,5 Meter) samt Anbau (25,5 Meter) errichten, das Haus ähnelt einem aufgestellten L.

In dem achtgeschossigen Anbau sollen die 260 öffentlich-geförderten Wohnungen für Studenten unterkommen, im Hochhaus die 353 der 613 frei finanzierten sowie das Hotel. Ursprünglich waren mal 700 geplant. Es gilt als knifflige Aufgabe, Wohnungen mit relativ günstigen Mieten in einem Hochhaus kostendeckend zu bauen. Denn je höher ein Haus ist, desto strenger sind unter anderem die Brandschutzauflagen, einer der wesentlichen Kostentreiber. Die Wohnungen sollen voll möbliert sein.

Projekt verzögert sich

Das Projekt verzögert sich dadurch weiter: Eigentlich sollte es bis Mitte dieses Jahres beginnen und 2019 beendet sein, dieser Zeitplan ist überholt. Auch die Jury muss nochmals zusammenkommen, um das neue Aussehen zu beraten.

Und: Die Stadt Köln fordert Nachbesserungen, sie hat Bedenken wegen der 41 Geschosse auf 128,5 Metern. „Hinsichtlich der Höhenabwicklung besteht noch Anpassungsbedarf“, teilt sie mit. Der Investor muss also nachjustieren und sich dabei an den Nachbargebäuden an der Inneren Kanalstraße/Subbelrather Straße orientieren, zum Beispiel am Herkules-Hochhaus (102 Meter) oder am Verwaltungshaus der Telekom (100 Meter).

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Parkview ist ein Joint Venture aus den Unternehmen Liqion Capital und I-live, Liqion-Geschäftsführer Claus Hilgers sagte: „Wir hoffen sehr, dass unser geändertes Konzept im November eine breite Akzeptanz bei den Vertretern aus Politik und Verwaltung findet. Den geförderten Wohnungsbau ausschließlich im klassischen Geschosswohnungsbau und nicht im Hochhaus unterzubringen, ist die logische Konsequenz der Erfahrungen der letzten Monate.“ Man freue sich, den Bau mit den politischen Gremien und der Verwaltung mit Hochdruck voranzutreiben, damit dringend nötige Wohnungen entstünden.

Die vorgesehene Gestaltung der Türme für rund 100 Millionen Euro ändert sich schon zum zweiten Mal. Ein Preisgericht hatte Anfang Mai 2017 Delugan Meissl (Wien) vor dem zweitplatzierten Carsten Roth aus Hamburg platziert. Doch unter anderem die Bezirksvertretung Innenstadt beschwerte sich über die geplante Höhe von 130 und 60 Metern, also fiel die Wahl auf den Zweitplatzierten, eine Brücke im 16. Stock sollte die beiden Türme miteinander verbinden. Diese Pläne sind nun ad acta gelegt, der Stadtentwicklungsausschuss berät Mitte November.