Abo

Geländer-NachrüstungBrücke am Lentpark soll fit für Radverkehr werden

2 min
Die Seitengeländer der Brücke über die Innere Kanalstraße sind mit rund einem Meter Höhe zu niedrig, um die Verbindung für den Radverkehr freizugeben.

Die Seitengeländer der Brücke über die Innere Kanalstraße sind mit rund einem Meter Höhe zu niedrig, um die Verbindung für den Radverkehr freizugeben.

Wegen zu niedriger Geländer gilt derzeit an der Lentpark-Brücke „Radfahrer absteigen“. Die BV Nippes fordert nun höhere Seitengeländer.

In der Praxis spielt es keine so herausragende Rolle, da die meisten Radler ohnehin die Brücke über die Innere Kanalstraße zwischen dem Nippeser Floraviertel und dem Lentpark radelnd überqueren. Doch offiziell heißt es vor Betreten der Brücke „Radfahrer absteigen“, wie es an den Brückenenden auch ausgeschildert ist. Der Grund hierfür sind die für eine Radverkehrsfreigabe zu niedrigen Geländer an beiden Seiten, die lediglich ungefähr einen Meter hoch sind, etwa bis auf Hüfthöhe. 

Laut der sogenannten ZTV-ING (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Ingenieurbauten) beträgt die Mindestgeländerhöhe für die Radverkehrsfreigabe einer Brücke jedoch 1,30 Meter; bei bereits bestehenden Brücken können ausnahmsweise auch 1,20 Meter Höhe akzeptiert werden, die ein Überkippen und einen Sturz von Radfahrern von der Brücke nach einem Unfall verhindern sollen.

Die Brücke zwischen dem Lentpark-Bad und dem Nippeser Osten liegt auf einer Route des Kölner Radverkehrs-Hauptnetzes. Bis zum Gleisdreieck, wo etwa in Höhe des Herkules-Hochhauses eine Fuß- und Radfahrerunterführung unter der dort als Brücke geführten Inneren Kanalstraße besteht, ist es die einzige Gelegenheit, den viel befahrenen Ring um die Innenstadt kreuzungsfrei zu überqueren. 

Nachrüstung gefordert

Dies soll sich laut Beschlüssen der Bezirksvertretungen Nippes und Innenstadt ändern: Demnach soll die Lentpark-Brücke für den Radverkehr ertüchtigt werden. „Dafür sind die Brückengeländer auf die erforderliche Mindesthöhe zu bringen. Dies kann entweder durch Einbau zusätzlicher Erhöhungen oder durch den Austausch der Geländer umgesetzt werden, je nachdem, welche Option schneller und kosteneffizienter ist“, so Grünen-Fraktionschefin Anne Roth im einstimmig beschlossenen Nippeser Antrag. Eine zusätzliche Erhöhung per Metallleiste wurde in der Vergangenheit bereits bei der Fuß- und Fahrradbrücke über die Niehler Hafeneinfahrt angebracht.

„Die Brücke ist eine wichtige Verbindung zwischen Nippes und der Innenstadt“, ergänzte der Nippeser Grünen-Mandatsträger Michael Breiman. „Man kommt ohne eine Ampel über die Innere Kanalstraße und fährt schön durch den Park.“ Laut Bezirksbürgermeisterin Diana Siebert passe der Antrag gut zum Radwegekonzept, das in der Innenstadt beschlossen werden könne.