Abo

Stiftung ermöglichte BauEin Parcours für alle Sinne auf dem Wilhelmshof in Longerich

2 min
Kinder probieren einen neuen Barfuß-Erlebnispfad auf dem Wilhelmshof in Longerich aus.

Die Kinder probieren den Barfuß-Erlebnispfad aus.

Die Jugendfarm im Äußeren Grüngürtel hat einen Sinnesparcours auf ihrem Gelände eröffnet. Möglich wurde dies durch die Hilfe der Rembold-Stiftung. 

Nach der offiziellen Eröffnung gab es für die rund 30 anwesenden Kinder der Jugendfarm kein Halten mehr: Sie zogen ihre Schuhe und Socken aus, stellten sich in die Schlange und schnappten sich die Augenbinden, die den Gang über den Erlebnisparcours noch intensiver machen. Über größere Steine, kleine Kiesel, Büschel von Wolle und groben Rindenmulch führt der Barfuß-Pfad, der Teil des neuen Sinnesparcours auf dem Wilhelmshof ist. Nebenan ist ein mit zehn verschiedenen Küchenkräuter-Sorten bepflanztes Hochbeet entstanden, das zum Schnuppern und Staunen einlädt. An verschiedenen „Fühlkästen“ mit jeweils zwei Öffnungen für die Hände, kann man sich im Tasten von Gegenständen und Materialien üben. Und ein in der Luft hängendes, überdimensionales Xylofon aus verschieden großen Bambus-Rohren erzeugt beim Anschlagen mit einem Stab unterschiedliche Klänge.

Erneut ist der Jugend-Bauernhof am Bergheimer Weg 27, unweit der Lüttich-Kaserne, um eine kleine Attraktion reicher geworden. Ann-Kathrin Mett vom Team des Hofes eröffnete gemeinsam mit dem Niehler „Waldmaler“ Wolfgang Schieffer und Jürgen Rembold, Gründer und Co-Vorstand der Dr.-Jürgen-Rembold-Stiftung, den neuen Sinnesparcours. Er ist an der Stelle einer früheren, zuletzt leerstehenden Enten-Stallung entstanden. „Gerade im Zuge der Digital- und Medienarbeit ist es wichtig, zwischendurch die Sinne zu schärfen“, erläuterte Mett.

Mehrere Erweiterungen in vergangenen Jahren

Anderen zu helfen, mache einen selbst glücklich, erzählte Rembold, der dem Hof 5000 Euro für das Projekt zukommen ließ. Der heute 75-Jährige hatte seine Stiftung zu seinem 60. Geburtstag gegründet; bis heute unterstützte sie als „Stiftung, die anstiftet“ mehr als 300 gemeinnützige Projekte in der Region, darunter 85 in Rembolds Heimatort Rösrath, wo er Ehrenbürger ist. „Dieses Jahr werden es voraussichtlich 50 bis 60 Projekte sein“, blickte er voraus. Ziel ist es, Initiativen mit viel ehrenamtlichem Einsatz gezielt unter die Arme zu greifen. „Dass sich Leute ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einsetzen, hat man hier auf dem Wilhelmshof ganz massiv.“

In den vergangenen Jahren hatte der Hof, der seit 1987 eine Offene Tür (OT) der Jugendarbeit ist, auf einem benachbarten, lange brachliegenden Weidegrundstück sein Außengelände mit offenen Stallungen und einem Turnier-Reitplatz eröffnet. Im Vorjahr kamen drei Alpakas hinzu, die inzwischen zu den Publikumslieblingen des Hofes gehören, sowie der Spielplatz auf dem Erweiterungs-Areal.