Seit 90 Jahren richtet die Lunker KG ihren Zog durchs Veedel aus. Seit 100 Jahren gibt es den Handballverein Longericher SC, der auch immer mit dabei ist.
Longericher ZochGallier und Handballer erobern das Veedel

Die Ginster-Gallier begeisterten mit ihren Kostümen aus der Asterix-Dorfgemeinschaft.
Copyright: Bernd Schöneck
Auf einem leicht geänderten Weg war diesmal der Lunker Zoch unterwegs: Wegen der Großbaustelle der Stadtentwässerungs-Betriebe (Steb) im äußersten Longericher Westen, die in dem Gebiet für Engpässe sorgt, fiel diesmal die Schleife über Lützlongericher Straße und Lindweilerweg aus; die Fußtrupps und Wagen bogen von der Longericher Hauptstraße direkt rechts in die Grethenstraße ab. Doch auch so ist der Zoch schließlich lang genug: Über mehrere Kilometer ging es danach am Kriegerplatz vorbei in Richtung Katholikentagssiedlung und Gartenstadt-Nord, um sich nach langer Wegstrecke wieder auf der Longericher Hauptstraße, kurz hinter dem historischen Mühlenhof, aufzulösen.
Longericher SC ist ein großer Player nicht nur im Zoch
Mit dem Tambourcorps Dormagen-Horrem an der Spitze setzte sich der Zoch in Bewegung, der für einen Betrachter am Zugweg rund 35 Minuten dauerte. Sehr schön gemacht die Truppe aus dem Dr.-Dormagen-Guffanti-Haus der SBK, die als Zwergentruppe mit Zipfelmützen mitgingen, zum Teil in Rollstühlen. Ganz in Rut-Wieß ausgestattet, und mit ganz vielen Kamelle-Munitionswagen, lief die Sternsinger-Grundschule mit. Auch ein großer Jubilar war wieder mit von der Partie: Der Handballclub Longericher SC besteht seit genau 100 Jahren; neben der Fußtruppe in Ringelshirts durfte natürlich der traditionelle lachende Doppeldecker-Partybus des Vereins nicht fehlen.

Eine Fußgruppe der Jubilare vom Handballclub Longericher SC war natürlich mit von der Partie.
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Ansonsten gab es viele liebgewonnene Gesichter – darunter die Lunker Wikinger in prächtiger Stammeskleidung, die Kölschen Samurais, die Neppeser Naaksühle in bunten Lappen, die Asterix-Comictruppe der Ginster-Gallier sowie die Seeberger Siedlungsgemeinschaft Zu den Höfen, wie gewohnt als bunte Gärtnertruppe. Mit einem weiteren Jubiläum schloss der Zoch ab: natürlich mit der ausrichtenden KG Alt-Lunke, die ihrerseits 90 Jahre ihres Bestehens feiert und außer dem Zoch wieder während der kompletten jecken Tage in ihr großes Festzelt am Heckweg einlud. „Mer dun et för Lunke“ – auch die nächsten 90 Jahre gerne weiter so!
