Abo

Mehr LagerkapazitätenKölner Geburtshaus – Stiftung hilft bei neuem Schrank für Kursmaterialien

2 min
Drei Menschen präsentieren einen neuen Materialschrank.

Sarah Pützkaul, Florian Bethe und Friederike Hoffmann präsentieren den neuen Materialschrank.

Die Geburtseinrichtung hat ihr Spendenziel erreicht: 7500 Euro für einen neuen Schrank, die Bethe‑Stiftung verdoppelt den Betrag.

Der Neuzugang beim Kölner Geburtshaus ist imposant: Ein mindestens sieben Meter breiter und 2,50 Meter hoher Schrank, die Zimmerhöhe und -breite des Kursraums im Erdgeschoss komplett füllend, bietet nun Lagerkapazitäten en masse für die zahlreichen Angebote des Geburtshilfezentrums an der Bergstraße 36. Unter anderem finden hier Schwangerschaftsgymnastik, Yoga, Trainings für einzelne Körperpartien, Eltern-Kind-Spielgruppen, Spiel- und Turnkurse sowie vieles weitere statt. Der von einer Tischlerei maßangefertigte Schrank, dessen Türen sich separat öffnen lassen, ist sogar teils begehbar, dort, wo der Raum weiter nach hinten reicht. Er bietet Platz für Gymnastikbälle, Yogamatten, Decken, Hocker und weitere Sport- und Spielmaterialien. 

„Der alte Schrank war für unsere Bedürfnisse nicht mehr ausreichend“, berichtet Sarah Pützkaul, die Geschäftsführerin des Geburtshauses. Möglich wurde die Investition durch die Hilfe der Bethe-Stiftung aus Essen, deren Vorstandsmitglied Florian Bethe den symbolischen Scheck über 7500 Euro in der Einrichtung an Pützkaul und Friederike Hoffmann, Vorstandsvorsitzende des Trägervereins, überreichte. „Wir haben uns unfassbar über die Möglichkeit der Spenden-Verdopplungsaktion gefreut“, so Hoffmann. 

Drei Monate lang Spenden gesammelt

In der dreimonatigen Spendensammelphase mit Start beim Sommerfest des Geburtshauses Anfang September 2025, bis zum Adventsfest Anfang Dezember, gelang es dem Geburtshaus, die anvisierten 7500 Euro an Spenden zu sammeln. Diesen Betrag gibt es nun von der Stiftung obendrauf.

Ansonsten ist die 1996 von den Eheleuten Roswitha und Erich Bethe gegründete Einrichtung im Kinder- und Jugendschutz, in der Flüchtlings- und Obdachlosenhilfe sowie in der Erinnerungskultur aktiv. Sie erbaute etwa acht der derzeit zwölf Kinder-Hospize in Deutschland, unterstützt Fahrten zu Gedenkstätten, und bietet betreute Wohnangebote für Kinder und Jugendliche. „So gesehen sind wir als Geburtshaus auch im Kinderschutz und in der Jugendhilfe aktiv, denn der erste Schritt in die Welt ist enorm wichtig“, betont Pützkaul. Florian Bethe gratulierte dem Leitungsteam zur Neuanschaffung: „Ich finde das Geld solide investiert, eine Supersache.“

Da das Gesamtbudget von 15.000 Euro noch nicht ganz aufgebraucht ist, will das Geburtshaus vom Rest kleinere Sachen erwerben, etwa bessere Leuchten für die Geburtsräume, Faszienrollen und weitere Kleinigkeiten. Den alten Schrank stiftete die Einrichtung der benachbarten Gemeinschafts-Grundschule Nibelungenstraße, wo er nun in der Turnhalle steht. Alleine 2025 verzeichnete das Kölner Geburtshaus rund 2500 Buchungen in seinen Kursen, rund 1000 davon in seinem weiteren Kursraum in Sülz.