Die Rückkehr des seit 2020 gesperrten Bolzplatzes An den Kreutzmorgen ist geplant – doch ein möglicher Kampfmittelfund verzögert das Vorhaben.
Gesperrter Bolzplatz in Köln-WeidenpeschBodensondierung steht Sanierung im Weg

Der brachliegende Bolzplatz An den Kreutzmorgen: Das Areal wurde vor sechs Jahren gesperrt. (Archivbild)
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Bis zur ersehnten Rückkehr auf den inzwischen seit sechs Jahren gesperrten Bolzplatz zwischen An den Kreutzmorgen und Am Tetzerkamp braucht es noch ein bisschen Geduld: Die Wiedereröffnung und Sanierung an sich wurde im vergangenen Sommer beschlossen, auch die Planung ist fertiggestellt. Das letzte Hindernis ist nun ein verdächtiger Fund im Erdreich, bei dem es sich um Weltkriegsmunition handeln könnte.
„Sondierungsarbeiten haben Anfang letzten Jahres ergeben, dass sich ein metallischer Gegenstand im Untergrund befindet, der als Kampfmittelverdacht überprüft werden muss“, erläutert Stadt-Sprecher Robert Baumanns. Das weitere Vorgehen ist nicht ganz einfach: „Erst wenn die Freigabe durch die Bezirksregierung erfolgt ist, kann es mit der Maßnahme weitergehen.“ Diese hatte im vergangenen Jahr noch weitergehende Gutachten gefordert, die zwischenzeitlich auch vorliegen.
Feuerwehr könnte evakuiert werden müssen
Sollte es sich bei dem Fund tatsächlich um einen Bomben-Blindgänger handeln, so sei eine Evakuierung eines bestimmten Umkreises nötig, abhängig von Größe und Sprengkraft. Wenn es sich um einen größeren Blindgänger handle, müsse auch die Hauptfeuerwache einschließlich der Leitstelle geräumt werden, die sich in jenem Fall ebenfalls im Evakuierungsradius befände. „Hiervon kann nur abgesehen werden, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Leitstelle der Feuerwehr Köln durch entsprechende bauliche Schutzmaßnahmen ausreichend abgesichert ist. Die verwaltungsinterne Abstimmung hierzu findet derzeit unter Einbindung eines Gutachters statt.“ Priorität habe die Sicherstellung des Notrufs und das Aufrechterhalten des durchgängigen Betriebs der Leitstelle.
Weil der Platz schadhaft war und sich insbesondere Wurzeln der umliegenden Bäume gehoben hatten, war der Platz im Frühjahr 2020 gesperrt worden, später wurden auch die Tore demontiert. 2022 fand eine Ideenwerkstatt auf dem Areal mit Familien und Jugendlichen statt. Im Vorjahr wurde die Sanierung des Bolzplatzes mit erhöhter Spielfläche und Kunstrasen-Belag beschlossen. Alle Bäume sollen erhalten bleiben; der neue Platz wird jedoch nur 325 statt 650 Quadratmeter umfassen, weil ein die Spielfläche umlaufender Streifen entsiegelt wird. Seitdem rätselte man im Veedel, wann es mit dem Gelände weitergeht.
Das Bolzplatz-Areal ist unterdessen weiterhin abgesperrt. Im Umkreis des Platzes ist eine kleine Baustelle eingerichtet, für die zwei Pkw-Stellplätze entfallen sind. Für die Rückkehr des Platzes hatte sich unter anderem das nahe Jugendzentrum „Dachlow“ eingesetzt. Auch bei der Online-Kinder- und Jugendbeteiligung „Hey Nippes“ im Jahr 2024 fand eine Rückkehr des Platzes viele unterstützende Stimmen.

