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Chillen in Kölner ParksAWB sammeln 15,3 Tonnen Müll am Wochenende

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Müll Grüngurtel

13 Millionen Euro kostet die Beseitigung von Müll in den Parks und am Rhein – jedes Jahr. Tendenz steigend.

Die am Wochenende angefallene Menge Picknick-Müll ist rekordverdächtig. Ein Grund für den Negativrekord: Der Trend, Grillgut per Lieferdienst in den Park zu ordern.

Wer zu faul ist rauszugehen, ordert bei Lieferdienst. Das war gestern. Heute liefern die Kuriere auch in die Kölner Parks. „Per GPS-Koordinaten oder an vereinbarte Punkte“, sagte eine Sprecherin der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB). Sie brächten Grillfleisch, Würstchen und Getränke in üppigen Transportverpackungen. „Und die finden unsere 45 Mitarbeitenden von der ,Sonderfrühschicht Picknick-Reinigung’ dann in den Grünanlagen.“ 50 Parks stehen samstags und sonntags auf der Liste der Sondertruppe, um sechs Uhr morgens fangen die Männer und Frauen mit ihrer Arbeit an.

15,3 Tonnen Müll haben die AWB am vergangenen Wochenende gesammelt. Das ist deutlich mehr als die durchschnittliche Menge von zwölf Tonnen an einem Sommerwochenende. Dazu trage auch ein zweiter Trend bei. Früher habe man mit Bier vor dem Grillen „vorgeglüht“, dabei seien die leeren Flaschen bestenfalls am Kiosk gelandet. Heute grille man erst und gehe dann in den Club. „Tupperdosen nimmt da keiner mit.“

7500 Papierkörbe und 25 Unterbodenbehälter

Allerdings seien die Hauptmüllverursacher keineswegs nur junge Menschen. Auch „gestandene Erwachsene, die es eigentlich wissen müssten“, ließen ihre Verpackungen, ganze Minigrills und Flaschen einfach liegen.   Und das, obwohl es in den Grünanlagen 7500 Papierkörbe, 25 geräumige Unterbodenbehälter mit 30 Grillaschebehältern gebe.

Doch damit nicht genug. In den Sommermonaten setzen die AWB studentische „Grillscouts“ ein, die Grillende ansprechen und Abfalltüten verteilen. Außerdem werden in den Parks   65 Zinkbehältnisse mit 1100 Litern Fassungsvermögen aufgestellt. „Zink. Plastik könnte ja in Brand geraten“, so die Sprecherin. Dass die Kölner und Kölnerinnen liebend gerne draußen sind, findet sie richtig gut. „Aber Glasbruch, Kronkorken und Kippen können unsere Teams nicht alleine beseitigen.“ Ihr Appell: Wer grillt sollte unbedingt die paar Schritte zum Abfallbehälter gehen und seinen Müll selber wegräumen.