Köln – Mit dem VW-Bus in den Sommerferien durch Europa tingeln − gerade im Sommer für viele Menschen eine tolle Vorstellung. Großen Spaß an einem VW Bus California T6 hatte auch ein Mann aus Wuppertal, als er im Internet den Wohnwagen sah. Das Schnäppchen für 36.400 Euro wollte der Käufer haben und verabredete sich in Blumenberg mit dem Verkäufer. Bei dem Geschäft zahlte der Mann 10.000 Euro an, bekam den Fahrzeugbrief und sollte am Dienstag die restliche Summe zahlen und den Wagen bekommen. Der Käufer schöpfte Verdacht und meldete sich bei der Polizei. Es kam heraus: Der Fahrzeugbrief war eine Fälschung und der VW war ein Mietwagen. Bei einem zweiten Treffen fassten die Ermittler der Polizei drei Tatverdächtige (17,19 und 39). Der Haupttäter (39) aus Roggendorf kam in Untersuchungshaft.
In einem zweiten Campingwagen-Fall gingen Ermittlern zwei Tatverdächtige in Bayenthal ins Netz. Anwohner in Pesch kam es merkwürdig vor, dass zwei Männer im Wendehammer einer Sackgasse immer wieder einen VW Bus mit holländischen Kennzeichen von außen und innen fotografierten. Die Zeugen griffen ebenfalls zur Kamera, machten Bilder von dem Szenario und informierten die Polizei. Die Beamten entdeckten tatsächlich einen Tag später Fotos des VW auf der Internetseite eines Auktionshauses. Auch hier hatte sich schon ein Kaufinteressent aus Aalen gefunden und er hatte sich Fotos vom Fahrzeugbrief schicken lassen. Der Käufer ließ auch den Brief überprüfen und wieder kam heraus: Der Brief war gefälscht und der Wagen wahrscheinlich auch gestohlen.
„Wir können nur ausdrücklich vor Billigangeboten auf Auktions- und Automobilplattformen im Internet warnen. Besonders wenn der Verkauf auf der Straße stattfinden soll“, sagte ein Polizeisprecher. Ob die beiden Taten und die Täter in einer Verbindung stehen, soll noch ermittelt werden, hieß es weiter.
