Abo

Köln-PorzDas lange Warten auf den Umbau des Ensener Marktplatzes

2 min
Auf einem Parkplatz sind verstreut Autos abgestellt.

Das Thema Ensen Marktplatz als Ankündigung der BV Porz am 29.01.2026

Mangelnde Transparenz und kein Fortschritt: Porzer Politiker kritisieren Verwaltung für ihr Vorgehen rund um die Neugestaltung des Ensener Marktplatzes. 

Den Fraktionen von CDU, SPD sowie Grüne/Volt in der Bezirksvertretung (BV) Porz stößt ein Thema sauer auf: die Neugestaltung des Ensener Marktplatzes. Seit Jahren sind die Beschlüsse dafür gefasst und später erneut bekräftigt worden. Einzig getan hat sich vor Ort noch nichts.

Mal ruhte die Planung für rund zwei Jahre wegen fehlendem Personal, mal waren es Fachämter, die sich noch abstimmen mussten. Dann wiederum war das Projekt zurückgestuft worden, was das Presseamt gegenüber dieser Zeitung im Mai vorigen Jahres bestätigt hatte.„Aufgrund zahlreicher anderer Aufgaben und Maßnahmen, musste das Projekt ,Marktplatz Ensen' verschoben werden“, hatte ein Stadtsprecher damals mitgeteilt. Höher priorisiert wurden unter anderem die Erschließung neuer Wohngebiete, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Porz-Mitte oder die verkehrlichen Maßnahmen zur Schulwegsicherung an der Grundschule Siegburger Straße in Poll. Die Umgestaltung des Marktplatzes in Ensen lässt seitdem weiter auf sich warten.

Die ersten Pläne zur Umgestaltung des Ensener Markplatzes wurden der BV Porz im Jahr 2015 vorgestellt. Der erste Planungsbeschluss erfolgte im Jahr darauf. Eigentlich sollten neue Sitzbänke, eine neue Pflasterung sowie neue Bäume und weitere Bepflanzung den Platz verschönern. Die größte Veränderung sollte die Verschwenkung des Elsterweges sein. Dadurch würde vor dem Edeka-Markt eine autofreie Platzfläche entstehen, die für Außengastronomie genutzt werden kann und ein Vorteil für den Lieferverkehr für den Edeka-Markt sein soll.

Die drei Fraktionen in der BV Porz kritisieren nicht nur, dass sich nichts tut, sondern auch die Informationspolitik der Stadtverwaltung gegenüber der Porzer Politik. In einem gemeinsamen Antrag ist die Rede von „nicht akzeptabler Intransparenz“. Für die BV Porz sei es „von entscheidender Bedeutung, zeitnah und verlässlich über den tatsächlichen Stand informiert zu werden“. Nur so könne das Gremium seine Verantwortung wahrnehmen und sicherstellen, „dass demokratisch legitimierte Beschlüsse nicht durch verwaltungsinterne Priorisierungen ausgehebelt oder faktisch entwertet werden“, heißt es in dem Antrag.

Mit diesem wollen die drei Fraktionen in der kommenden Sitzung der BV Porz am Donnerstag, 29. Januar, die Verwaltung auffordern, einen aktuellen und vollständigen Sachstandsbericht zur Neugestaltung des Marktplatzes Ensen vorzulegen. Darin enthalten soll unter anderem eine konkrete Zeitplanung für ein Fachgespräch mit der Politik und die Angabe eines Baubeginns.

Des Weiteren sollen die Themen verkaufsoffene Sonntage, energetische Sanierungen von Schulen im Stadtbezirk Porz sowie Kunstausstellungen des Bürgeramtes im Jahr 2026 in der kommenden Sitzung des Bezirksgremiums diskutiert werden. Die Sitzung findet statt am Donnerstag, 29. Januar, im Rathaussaal, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70. Beginn ist um 17 Uhr.